In der neuen, von Diana Wiedra und Hubert Thurnhofer 2025 in der Wiener Anima-incognita - Edition herausgegebenen österreichischen Anthologie „Zeit zum Leben“ sind auch zwei aus dem Banat stammende Autoren vertreten: die in Hockenheim lebende Renate Done und der seit 1974 in Wien ansässige Hans Dama, geboren in Großsanktnikolaus.
Interessant die Tatsache, dass die aus Perjamosch stammende Renate Done erst 2025 einen Debutband in rumänischer Sprache („Zoriale Eternități“, deutsch etwa „Anbrechende Ewigkeiten“; 112 Seiten. Giroc - Temeswar: Castrum de Thymes, 2025, ISBN 978-630-6729-36-4) veröffentlichte, aber im Vorfeld viele deutschsprachige Einzelveröffentlichungen in Deutschland, Österreich, Rumänien sowie Übersetzungen aus J. W. Goethe, R. M. Rilke, Nikolaus Lenau, Heinrich Heine, Richard Wagner u.a. ins Rumänische und aus Mihai Eminescu, Lucian Blaga, Ana Blandiana, Nichita St˛nescu, Anghel Dumbr˛veanu, Eugen Jebeleanu u.a. ins Deutsche veröffentlicht hat. Immer-hin ist man jetzt auf die Spätstarterin aufmerksam geworden. Auf den S. 93-104 werden in der jüngsten Anthologie einige ihrer Gedichte gebracht, darun-ter „Geboren 1944, Dein Schutzengel“, „Die Legende der Schwarzen Rose“, „Mein Traum von Kenia“. Renate Dones Texte sind auf den Seiten 97-108 der Anthologie vertreten.
Hans Dama – ein seit einer Ewigkeit zum Wiener gewordener Banater, der an der Uni Bukarest seine Abschluss-Diplomarbeit „Sonderformen moderner Deutsche Lyrik“ vorgelegt hatte, in Wien – mundartrettend – mit der sprachwissenschaftlichen Dissertation „Die Mundart von Großsanktnikolaus im rumänischen Banat“ seine heimatliche Mischmundart aus dem Mittelhochdeutschen über die „Reihenschritte“-Entwicklungsmethode analysiert hat und 1986 zum Dr. phil. promoviert wurde. Diese ist in der Reihe des Deutschen Sprachatlasses „Deutsche Dialektgeographie“ (Bd. 89) im Elwert-Verlag, Marburg, 1991 mit Karten, 195-seitig unter ISBN 3-7708-0956-4, erschienen.
Dama blieb sowohl der Literatur wie auch der Sprachwissenschaft treu verbunden.
Bereits 1981 fanden einige seiner Gedichte Eingang in die vom Europäischen Verlag Wien herausgegebene Anthologie „Österrei-chische Lyrik“, Band XXVIII, die auf den Seiten S. 25-30 veröffentlicht wurden.
In der 256 Seiten starken Anthologie „Guten Morgen, du verrückte Welt“ aus dem Jahr 2023 (ISBN 978-3-7568-9064-4) ist er mit 18 Wintergedichten vertreten, und in der 2024 erschienenen Prosa-Anthologie „Rubicon“, sind einige Texte des Bana-ter Autors, etwa „Begegnung in Sibirien“, „Der Letzte Weihnachtsabend“, „Durch St. Petersburg im Sommer“, „Habsburger Spuren auf Madeira“, „Russischstunde“, „Schicksale auf der Adria im Ersten Weltkrieg“, „‘Tito’ an der Grenze verhaftet“, mit Banater Themen u./o. altösterreichischer Thematik in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt worden.
In die neue Anthologie „Zeit zum Leben“ (2025) haben neue Texte von Hans Dama Eingang gefunden (S.105-112): „Wandernde Gedanken“, „Des Menschen Wege“,
„Menschheitsphantasien“, „Zweifelsfragen“, „Ein Antlitz“, „Die Macht des Wortes“, „Lenau“, „Warum geboren?“, in denen sich der Verfasser mit existentiell-philosophischen Fragen und Gedanken auseinandersetzt.
Die drei letztgenannten Anthologien sind in der Wiener Anima-incognita – Edition erschienen.





