Bukarest – Vor Kurzem fand das „Green Hours Jazz Festival“ in Bukarest statt. Dabei wurde der Green-Hours-Biergarten in der Calea Victoriei in Bukarest zur Konzertbühne. Am letzten Tag des Festivals, am vergangenen Sonntag, gab es zwei Konzerte: Eines war von einer österreichischen Band, organisiert vom österreichischen Kulturforum, und eines von einer deutschen, eingeladen vom Goethe-Institut.
Die Österreicher haben die Musiker „slowklang“ nach Bukarest gebracht. Dies ist ein Trio besteht aus Robin Gadermaier am E-Bass (und zuständig für Soundeffekte/Fußorgel), Robert Unterköfler am Saxophon und der Sängerin Amina Bouroyens.
Die drei präsentierten an diesem Abend vor allem Stücke von ihrem Debütalbum „Mindscapes“, das auch bei den üblichen Streamingplattformen zu finden ist. Und es lohnt sich, mal hineinzuhören. Gadermaier sorgt bei den meisten Liedern, die durchaus lange dauern können, für das Klangbild, während Unterköfler mit dem Saxophon mal im Vordergrund, mal begleitend, begeisternd spielt. Darüber singt Bouroyens präzise, mitreißend und stimmgewaltig. Mal leise, im Fluss der Musik, mal lauter, als Zentrum des Liedes. Dies überzeugte am Sonntagabend das Publikum, das lange klatschte. „Es ist eine persönliche Erfahrung“, lobte auch Andrei Popov, der stellvertretende Direktor und Mediensprecher des österreichischen Forums, die überzeugenden Musiker.
Aufgrund ihrer Originalität wurde das Trio auch in das Programm „#NASOM – New Austrian Sound of Music“ aufgenommen, das junge Spitzenmusiker als Botschafter der österreichischen Musikszene fördert. Unter anderem deswegen wurde es auch eingeladen.
Nach den Österreichern waren die Deutschen dran. Das Goethe-Institut hat die Musiker Chris Gall (am Piano) und Matthias Lindermayr (an der Trompete) eingeladen. „Als Duo entfalten Gall und Lindermayr eine außergewöhnliche Intensität: Eigene Kompositionen treffen auf freie Improvisationen und subtile Neuinterpretationen. Ihre Musik entsteht im Moment – akustisch, direkt und geprägt von einem feinen Gespür für Klang, Dynamik und Form“, beschreibt das Institut die Musiker. Da sie keinen Gesang hatten, wirkte die Musik klassischer, jazziger und auch schlichter, wusste dabei aber auch zu überzeugen.





