Dritter Advent grenzüberschreitend gefeiert

Reschitzaer zum vierten Mal in Szeged in Ungarn zu Advent auf Besuch

Advent bringt u.a. auch das Zusammensein mit sich. So war es für das Demokratische Forum der Banater Berglanddeutschen und für den Kultur- und Erwachsenenbildungsverein „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“ ein Bedürfnis, Advent auch grenzüberschreitend zu feiern. Und das geschah zum ersten Mal in Szeged in Ungarn vor der Pandemie, im Dezember 2019. In den Jahren 2022 und 2023 war es dann wieder so weit und nun, 2024, sollte das bereits zum vierten Mal wiederholt werden...
Unter dem Motto „Begegnung im Advent: Freundschaftsbrücken zwischen den Ungarndeutschen in Szeged und den Banater Berglanddeutschen in Reschitza“ fand am 14. Dezember im Nationalitätenhaus der Großstadt im Südosten Ungarns nun die vierte Begegnung statt. Begonnen hat diese mit dem Besuch des Stadtzentrums, des Doms und des Weihnachtsmarkts.

In der unmittelbaren Nähe des Domes haben die Reschitzaer einen Kranz für die Opfer der Russlanddeportation (Málenkij Robot, wie diese Deportation im Nachbarland bezeichnet wird) niedergelegt. Dabei sang der „Franz Stürmer“-Chor das in Rumänien bekannte Russlanddeportiertenlied „Tief in Russland, in Stalino“. Dabei war seitens der Gastgeber Dr. Gábor Bárkánnyi.
Zurück zum Nationalitätenhaus, folgte nun das Kulturprogramm zum dritten Advent. Mitgemacht haben dabei aus Reschitza der „Franz Stürmer“-Chor (Dirigentin: Elena Cozâltea), die „Intermezzos“ (Koordination: Lucian Duca) und die Musikgruppe „Resicza“ (Koordination: Iuliu Fazakas). Seitens der Reschitzaer wurden den Gastgebern eine Dankbarkeitsurkunde für die Einladung und Gastgeschenke überreicht. Ebenfalls wurden Wandkalender für das Jahrs 2025, herausgegeben vonseiten der Reschitzaer, an den Gastgeber verteilt. Es folgte der ungarndeutsche Beitrag des gemeinsamen Advents mit dem „Theissblume“-Chor aus Szeged (Dirigentin: Sabine Balogh).

Am Vormittag des 14. Dezembers überreichte Erwin Josef }igla vier Preise innerhalb des internationalen Wettbewerbs „Kinder malen ihre Heimat”, XVII. Auflage, für Teilnehmer aus Kecskemét und Tapolca (auf Deutsch: Toppoltz), die speziell dafür mit ihren Lehrkräften und Familienangehörigen nach Szeged gekommen sind, die aus Tapolca sogar aus über 300 km Entfernung. Die Reschitzaer Gäste wurden von Sabine Balogh, Alexan-dra & Kati Korom und Dr. Gábor Bárkánnyi vom Verein der Ungarndeutschen im Bezirk Csongrád – Szeged bzw. von der Selbstverwaltung der Deutschen Nationalität in Szeged willkommen geheißen und freundschaftlich umsorgt.

Es war ein grenzüberschreitendes Adventsfest, das, so hoffen wir, zukünftig noch weitere Früchte der Zusammenarbeit tragen wird, ob in Reschitza oder in Szeged.