Arad (ADZ) – Eine Woche vor dem vollständigen Beitritt Rumäniens zum Schengen-Raum laufen im Kreis Arad Vorbereitungen für die ganztägige Öffnung von bereits bestehenden Grenzübergängen nach Ungarn. Wie der Arader Kreisratsvorsitzende Iustin Cionca erklärte, sollen der Grenzübergang Variașu Mic – Dombegyház sowie der Grenzübergang Grăniceri – Elek (rum. Aletea, dt. Renndorf) nach dem 1. Januar für Pkw rund um die Uhr geöffnet werden. Bisher konnte die rumänisch-ungarische Grenze bei Varia{u Mic und bei Grăniceri nur am Wochenende zwischen jeweils 8 und 16 Uhr passiert werden. Dies soll sich ab Jahresanfang ändern, zwischen den westlichen Gemeinden des Kreises Arad und den östlichen Gemeinden des ungarischen Komitats Békés soll der rund um die Uhr kontrollfreie Verkehr möglich werden. Dies bedeute eine zusätzliche Wachstumschance für die Industrie- und Gewerbegebiete des Kreises Arad, da man aus dem strukturschwachen ungarischen Osten Arbeitskräfte anziehen könnte, sagte Cionca. Letztendlich bedeute die Abschaffung der Grenzkontrollen eine seit Langem ersehnte Normalität, erklärte der Kommunalpolitiker. Man habe in den vergangenen Wochen die zur ungarischen Grenze führenden Kreisstraßen 709C (Arad – Variașu Mic) und 709B (Socodor – Șiclău – Graniceri) instandgesetzt und die Beschilderung erneuert.
Der volle Schengen-Beitritt Rumäniens am 1. Januar dürfte sich auf die Pläne zur Eröffnung des Grenz-übergangs Altbeba/Beba Veche – Kübeckhausen/Kübekháza im Kreis Temesch positiv auswirken. Hier wird jedoch noch an der Infrastruktur gebaut, die Investition tätigt der Temescher Kreisrat. 2025 dürfte es jedoch so weit sein, nachdem die Innenministerien beider Länder der Eröffnung zugestimmt haben und die ehemalige Kreisstraße 682 zur Nationalstraße 59G erklärt wurde, so dass das Verkehrsministerium die Instandsetzung übernehmen konnte.