Mauereinsturz bei der Kirchenburg in Meschen

Hermannstadt – Am Morgen des 13. Juni ist gegen 1:40 Uhr ein Teil der Nordmauer der Kirchenburg in Meschen/Moșna eingestürzt.

„Das Kulturministerium steht in ständigem Kontakt mit den lokalen Behörden, der Bezirksdirektion für Kultur des Kreises Hermannstadt und Fachleuten aus dem Bereich des Kulturerbes, um die Lage zu bewerten und die notwendigen Maßnahmen zur Sicherung der betroffenen Elemente sowie die erforderlichen Eingriffe festzulegen. Ersten Informationen zufolge wurde am Nordturm im Jahr 2017 mit Genehmigung des Kulturministeriums eine Notfallmaßnahme durchgeführt. Die Arbeiten zur Stützung und Sicherung wurden aus Mitteln des Bezirkskonsistoriums Mediasch finanziert“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kulturministeriums.

Die Lokalbehörden haben sofort die Gegend abgesichert und die für die nächsten Tage geplanten Besuche von Touristengruppen abgesagt.

„Man hätte schon längst eingreifen müssen, nicht erst seit gestern oder heute. Wir sprechen hier von einem alten Bauwerk, das auf Eichenpfeilern ruht und auf eine fast 500-jährige Geschichte zurückblickt. Wir und auch die Vertreter des Evangelischen Bezirkskonsistoriums Mediasch haben immer wieder versucht, Projekte und Finanzmittel für ein derart umfangreiches Vorhaben zu finden, aber bisher haben wir keine Lösungen gefunden“, erklärte Gabriel Dumitru Nuțu, Bürgermeister von Meschen, für die Lokalzeitung Turnul Sfatului.

Zur Zeit der Verfassung dieses Beitrags treffen sich vor Ort Fachleute und Vertreter aller involvierten Institutionen, inklusive des Bezirkskonsistoriums Mediasch, um über die möglichen Vorgehensweisen zu beraten. Ein weiterer Bericht dazu folgt.