Neue Ausstellung im Kunstmuseum

Architektur durch die Augen junger Menschen

Temeswar – Das Kunstmuseum in Temeswar/Timișoara eröffnet am 10. Juni die Ausstellung „WOLF: Form und Spiel“, die Architektur, kulturelles Erbe und Kreativität mit-einander verbindet. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit Schülern mehrerer Temeswarer Schulen und lädt Besucher dazu ein, Architektur aus der Perspektive junger Menschen neu zu entdecken.

Die Vernissage findet am Mittwoch, dem 10. Juni, um 15 Uhr in der Arcada-Galerie im Erdgeschoss des Barockpalais am Domplatz/Piața Unirii statt. Organisiert wird die Ausstellung vom Kunstmuseum gemeinsam mit dem Finanzierer, dem Temescher Kreisrat.

„WOLF: Form und Spiel“ ist die zweite Ausgabe des Projekts „Formă și joc“ (Form und Spiel), das sich der kreativen Ausei-nandersetzung mit Architektur und kulturellem Erbe widmet. Während die erste Ausgabe von der Ausstellung über den Architekten Albert Kristóf-Krausz inspiriert war, steht diesmal das Werk des Architekten Michael Wolf im Mittelpunkt. Seine Arbeiten wurden bereits in der Ausstellung „Wolf: Von der Dekoration zur Funktionalität“ präsentiert, die zwischen Dezember 2025 und März 2026 im Kunstmuseum zu sehen war. Sowohl Wolf als auch Krausz zählen zu den prägenden Architekten des Temeswar der Zwischenkriegszeit und trugen wesentlich zum modernen und multikulturellen Stadtbild bei.

Für die aktuelle Ausstellung wurde die Beteiligung deutlich ausgeweitet. Waren im Vorjahr ausschließlich Grundschüler aus alternativen Bildungseinrichtungen vertreten, beteiligten sich diesmal Kinder und Jugendliche aller Altersstufen – von der Grundschule bis zum Gymnasium und Lyzeum. Schüler des Nikolaus-Lenau-, des Jean-Louis-Calderon-Lyzeums sowie des Kunstlyzeums entwickelten im Rahmen museumspädagogischer Programme architektonische Modelle, die auf Details und Strukturen aus den Entwürfen Michael Wolfs basieren.

Die Ausstellung bringt die kreativen Entwürfe der Schülerinnen und Schüler mit Modellen von Studierenden der Fakultät für Architektur und Städtebau der TU „Politehnica“ in einen gemeinsamen Dialog. Dadurch entsteht ein generationenübergreifender Austausch, der zeigt, wie Architektur zu einem Raum für Neugier, Kreativität und persönliche Ausdrucksformen werden kann.

Nach Angaben der Veranstalter soll das Projekt das Interesse junger Menschen am lokalen Kulturerbe fördern und das Bewusstsein für dessen Bedeutung stärken. Die Ausstellung verdeutlicht, wie kulturelle Werte durch kreative Bildungsangebote an die nächste Generation weitergegeben werden können.

„WOLF: Form und Spiel“ ist vom 10. bis 28. Juni im Kunstmuseum zu sehen.