Neuer Standort in der Arieș-Straße festgelegt

Temeswar – Der Temescher Kreisart (CJT) hat in seiner Sitzung am Mittwoch die Übernahme eines Grundstücks aus dem Besitz der Stadt Temeswar/Timișoara genehmigt, um ein mehrstöckiges öffentliches Parkhaus in der Nähe des „Pius Brînzeu“-Kreiskrankenhauses und des künftigen „Dan Păltinișan“-Stadions zu errichten.

Die Entscheidung folgt auf einen Vorstoß des CJT-Vorsitzenden Alfred Simonis, der vor einigen Wochen ein Grundstück neben dem geplanten Stadion mit Anbindung an den Liviu-Rebreanu-Boulevard als Standort für eine Tiefgarage vorgeschlagen hatte. Das Parkhaus sollte sowohl das Krankenhaus als auch das zukünftige Stadion bedienen und die angespannte Parksituation in der Gegend entschärfen.

Die Stadtverwaltung lehnte diesen Vorschlag jedoch ab. Als Begründung verwies sie darauf, dass die betreffende Fläche im Flächennutzungsplan als geschützte Grünfläche ausgewiesen sei. Dort seien jegliche baulichen Maßnahmen, auch unterirdische, untersagt – die ADZ berichtete.

Daraufhin unterbreitete die Stadt zwei alternative Standorte für ein Parkhaus. Die Wahl fiel schließlich auf ein rund 9700 Quadratmeter großes Grundstück an der Arieș-Straße, auf dem sich derzeit ein ebenerdiger Parkplatz neben dem ehemaligen Stadion befindet. Nach Angaben des Kreisrats eignet sich die Fläche für eine rasche Umsetzung des Projekts. Die Finanzierung soll aus dem Haushalt des Temescher Kreisrats erfolgen. „Nach Fertigstellung werden wir gemeinsam mit der Stadtverwaltung über die spätere Verwaltung entscheiden“, erklärte Simonis.

Als Hauptargument für das Vorhaben nannte der CJT-Vorsitzende den hohen Druck auf die Verkehrsinfrastruktur rund um das Kreiskrankenhaus sowie den zusätzlichen Bedarf an Stellplätzen, der mit der Fertigstellung des neuen Stadions entstehen werde.

Während der Sitzung sprach Simonis auch über mögliche Verzögerungen durch bürokratische Verfahren. Ziel sei es, das Projekt möglichst schnell umzusetzen. „Der Bau eines Parkhauses ist keine große Philosophie. Wir gehen davon aus, dass die Bauarbeiten im kommenden Jahr tatsächlich beginnen werden“, sagte er. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Erwartungen an die Kreisverwaltung hoch seien: „Es besteht die Erwartung, dass der Kreisrat alles nachholt, was in den vergangenen 30 Jahren nicht umgesetzt wurde. Man kann nicht in einem Jahr schaffen, was 30 Jahre lang versäumt wurde. Aber wir werden schneller handeln als bisher.“

Simonis erklärte zudem, dass die Möglichkeit einer Tiefgarage intensiv geprüft worden sei. Nach Auffassung des Kreisrats könnte der Flächennutzungsplan so geändert werden, dass unter Erhalt beziehungsweise Wiederherstellung der Grünflächen auch unterirdische Parkanlagen möglich wären. Um jedoch einen langwierigen Konflikt mit der Stadtverwaltung zu vermeiden, habe man sich auf einen alternativen Standort verständigt.