Parkhausprojekt stößt auf Zustimmung

Temeswar – Die Stadtverwaltung von Temeswar/Timișoara und der Temescher Kreisrat sind sich grundsätzlich über die Notwendigkeit zusätzlicher Parkplätze im Umfeld des Kreiskrankenhauses einig. Uneinigkeit besteht jedoch über den geeigneten Standort für das geplante Großprojekt.

Wie das Bürgermeisteramt in einer Pressemitteilung erklärte, stehe die Stadt „allen Investitionen offen gegenüber, die das Leben der Temeswarer verbessern und den gesetzlichen Vorgaben entsprechen“. Angesichts des steigenden Bedarfs an Parkmöglichkeiten für Patienten, Angehörige und medizinisches Personal habe die Stadt mehrere Lösungen geprüft und den Vorschlag des Kreisrats für ein gemeinsames Parkhausprojekt positiv aufgenommen.

Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden zwei Grundstücke identifiziert, auf denen eine mehrstöckige Parkanlage vergleichsweise rasch genehmigt werden könnte. Dabei handelt es sich zum einen um die bestehende ebenerdige Parkplatzfläche an der Arieș-Straße neben dem ehemaligen Stadion. Als zweite Option nennt die Stadt ein Grundstück an der Kreuzung Liviu-Rebreanu-Boulevard/Costică-Rădulescu-Straße, das bereits vom Kommunalrat an den Kreisrat für ein anderes Investitionsvorhaben übertragen wurde. Beide Standorte würden den Bau eines Parkhauses sowohl ober- als auch unterirdisch ermöglichen.

Der Vorsitzende des Temescher Kreisrats, Alfred Simonis, hatte seinerseits bereits vor drei Monaten eine Partnerschaft mit der Stadt vorgeschlagen. Geplant sei eine große Tiefgarage in unmittelbarer Nähe des Kreiskrankenhauses. Simonis begründete die Dringlichkeit mit dem kontinuierlichen Ausbau der medizinischen Infrastruktur. Mit der neuen Bega-Geburtsklinik und dem Zentrum für Schwerbrandverletzte seien zusätzliche Einrichtungen entstanden, die mehr Patienten, Mitarbeiter und Besucher anziehen würden. Zudem werde in der Nähe das neue Temeswarer Stadion errichtet, was den Parkdruck in dem Gebiet weiter erhöhen dürfte.

Als geeigneten Standort schlägt der Kreisrat eine Fläche zwischen der Mol-Tankstelle und den Freibädern am Liviu-Rebreanu-Boulevard vor. Dort könne nach Ansicht der Kreisverwaltung eine Tiefgarage errichtet und die Grünfläche anschließend wiederhergestellt werden. Simonis betonte, es sei zweitrangig, ob die Investition gemeinsam, ausschließlich vom Kreisrat oder allein von der Stadtverwaltung umgesetzt werde. Entscheidend sei, dass die dringend benötigten Parkplätze geschaffen würden.

Die Stadtverwaltung lehnt diesen konkreten Standort jedoch ab. Nach ihren Angaben handelt es sich bei dem Gelände hinter der Tankstelle um eine im Allgemeinen Stadtentwicklungsplan ausgewiesene Grünfläche. Für diese gelte derselbe gesetzliche Schutzstatus wie für Parks und den Bega-Grünkorridor. Jegliche Bebauung – auch im Untergrund – sei dort gesetzlich untersagt. Diese Informationen seien öffentlich zugänglich und auch den Städtebau-Fachleuten des Kreisrats bekannt, heißt es aus dem Rathaus.

Damit bleibt zwar Einigkeit über das Ziel bestehen, die Parkplatzsituation rund um das Kreiskrankenhaus zu verbessern. Die Diskussion über den geeigneten Standort für die Investition dürfte jedoch weitergehen.