Temeswar – Der 35-jährige Anwalt Paul Finta ist neuer Präfekt des Kreises Temesch. Die Regierung ernannte ihn am Donnerstag per Beschluss zum Vertreter der Exekutive im Kreis. Die Vereidigung in der Temescher Präfektur sollte gestern erfolgen. Finta war von der USR für das Amt vorgeschlagen worden. Die Ernennung folgt auf den Rücktritt von Cornelia Elena Micicoi, die ihr Amt in der vergangenen Woche niedergelegt hatte. Micicoi war zuvor in den Mittelpunkt einer Untersuchung der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) zu möglichen Unregelmäßigkeiten bei der Verwendung europäischer Fördermittel geraten.
Die frühere Präfektin hatte ihren Rücktritt wenige Stunden nach Durchsuchungen der Ermittler angekündigt. Durchsucht wurden nach Medienangaben unter anderem ihr Wohnsitz, der Sitz eines von ihr geleiteten Vereins sowie Dienst- und Privatwagen. Micicoi wies die Vorwürfe zurück und erklärte, sie wolle nicht zulassen, dass die laufende Untersuchung die Institution der Präfektur belaste.
Paul Finta ist seit 2022 USR-Vertreter im Verwaltungsrat der Temeswarer Nahverkehrsgesellschaft STPT. Seinem Lebenslauf zufolge verfügt er über Abschlüsse in Bauingenieurwesen und Rechtswissenschaften sowie über Masterabschlüsse in nachhaltiger Entwicklung und Wirtschaftsrecht. Finta ist zudem in mehreren Vereinen und Organisationen aktiv. Außerdem engagiert er sich in einer lokalen neoprotestantischen Gemeinschaft.




