Reschitza/Bukarest – Laut Nationalem Statistikinstitut INS betrug die Zahl der Rentner Rumäniens Ende des ersten Jahresquartals 2026 4.920.000. Was heißt, dass die Zahl der Rentner Rumäniens gegenüber dem 31. Dezember 2025 um 7000 zurückgegangen ist. Verringert hat sich auch die landesweit kalkulierte monatliche Durchschnittsrente auf 2934 Lei (das sind sehr knapp 600 Euro), also um 0,8 Prozent (knapp 28 Lei). Auch im Banater Bergland hat sich die Zahl der Rentner verringert, um 103 Personen auf 66.345 (um 0,15 Prozent), während die im Banater Bergland von diesen Rentnern kassierte Durchschnittsrente von 2708 auf 2705 Lei zurückging (das ist mit 3 Lei spürbar weniger als die landesweit registrierte Rentenverringerung ausmacht).
„Der Index der durchschnittlichen Realrente, berechnet als Verhältnis zwischen dem nominellen Netto-Renteneinkommen und dem Index der Konsumpreise ergab 97,3 Prozent“, heißt es im entsprechenden Kommuniqué des INS. Vulgo: die Kaufkraft der landesweit kalkulierten Durchschnittsrente sank gegen-über dem vierten Jahresquartal 2025 um 2,7 Prozent. Anders gesagt: jeder Rentner Rumäniens konnte mit seiner Rente im ersten Jahresquartal 2026 um 2,7 Prozent weniger kaufen als in den drei vorhergehenden Monaten, den letzten des Vorjahrs.
Mit ihrer Durchschnittsrente von 2705 Lei monatlich liegen die Rentner des Banater Berglands weiterhin auf Rang 19 der Vergleichs-tabelle von INS. Angeführt wird die Liste nach wie vor von den Rentnern aus Bukarest (wo auch die weitaus höchsten Löhne Rumäniens, einschließlich für die andernorts für dieselbe Arbeit, ausgezahlt werden). Bukarester Rentner beziehen monatlich im Durchschnitt 3575 Lei. Die zweithöchste Durchschnittsrente wird unverändert im Landeskreis Hunedoara ausgezahlt (ein Landeskreis, der in der Wirtschaftsleistung ziemlich weit hinter seinen Nachbarkreisen liegt ...). 3502 Lei monatlich beträgt dort die Durchschnittsrente. Es folgen Kronstadt/Brașov, mit 3330 Lei, Gorj, mit 3289 Lei, Galatz mit 3021 Lei, Konstanza mit 3020 Lei, Prahova, mit 3019 Lei und Argeș, mit 3009 Lei. Die geringste monatliche Durchschnittsrente wird im nordostmoldauischen Landeskreis Boto{ani ausgezahlt – 2232 Lei. Knapp darüber rangieren Vrancea, mit 2273 Lei, Giurgiu, mit 2284 Lei und Vaslui, mit 2285 Lei – Landeskreise, die auch sonst unterentwickelt und als Problemkreise angesehen werden.
Von der Politik viel zu wenig beachtet ist ein seit der Wende sich verschärfendes Problem: das Verhältnis von Rentnern und effektiv in einem Arbeitsverhältnis Stehenden – also faktisch derer, die das Rentensystem finanziell aufrechterhalten. INS liefert dazu ebenfalls seine statistisch kalkulierten Ranglisten. Laut diesen liegt das Banater Bergland auf Rang sieben landesweit, mit 120 Rentnern pro 100 aktiv Tätigen, also in die Rentenversicherungskasse Einzahlenden. Das Verhältnis, das INS griffig angibt ist im Landeskreis Karasch-Severin 1,2. Die Zahl versinnbildlicht den Druck des Defizits an aktiver Bevölkerung, an Lohnempfängern, auf das Rentensystem, bzw. auf dessen Finanzierungsbedarf. Dieses Verhältnis beträgt im Landeskreis Vaslui beispiels-weise 1,4, in Teleorman sogar 1,5 (von wo über Ex-PSD-Chef Liviu Dragnea viele der verantwortungslosen, aber höchstpopulistischen „Sozialsponsoring”-Ideen der heutigen PSD kommen, die nicht nur die Wirtschaft und die Finanzen Rumäniens, sondern nachhaltig auch die Politik ruiniert haben).
Das beste Verhältnis von Rentnern/Aktiver Bevölkerung ist im Bukares-ter Speckgürtel, in Ilfov, und in Bukarest selbst: 0,4, gefolgt von Klausenburg und Temesch, 0,6, Kronstadt, Hermannstadt, Bihor und Arad, mit 0,7. Ideal wäre es, wenn das Verhältnis überall – oder wenig-stens im Landesdurchschnitt – bei 1 läge. Maßnahmen zur Steigerung der Beitragszahler zum Rentensystem sind (nicht nur in Rumänien, sondern faktisch in der gesamten EU) dringend nötig. Das Rentensystem ist chronisch unterfinanziert.
Das Banater Bergland ist nicht unbedingt aufschlussreich für ganz Rumänien: hier ist die Zahl der Rentner eigentlich – seit den Massenschließungen im Bergbau und in der Schwerindustrie zu Beginn der 1990er Jahre – konstant zurückgegangen (allerdings wurden damals auch Leute mit 40 in Rente geschickt…), während die Zahl der Beschäftigten, also der Beitragszahler zum Rentensystem, in etwa gleich blieb, bzw. gelegentlich ganz sachte stieg – wenn auch nicht synchron oder konstant.
Auf längere Zeiträume betrachtet heißt das konkret: 2015 gab es im Banater Bergland 75.407 Rentner, heute sind es 66.345. In derselben Zeitspanne bewegte sich die Zahl der Beschäftigten zwischen 53.632 (2015) und 53.749 (2024), erreichte aber 2020 auch ein Minimum von 49.813 …




