Zu viele Bären im Kreis Sathmar: Behörden warnen vor wachsendem Risiko

Sathmar – Die Direktion für Veterinärwesen und Lebensmittelsicherheit des Kreises Sathmar/Satu Mare (DSVSA) organisierte ein Treffen mit den Verwaltern der Jagdgebiete des Kreises. An der Besprechung nahmen auch Präfekt Tamás Altfatter sowie der stellvertretende Leiter des Kreisinspektorats der Polizei Sathmar, Cătălin Lungu, teil.

Eines der wichtigsten Themen der Zusammenkunft war die Auswirkung der Afrikanischen Schweinepest auf den Wildschweinbestand. Die Teilnehmer analysierten den epidemiologischen Druck, der von den aktiven Seuchenherden entlang der Grenze ausgeht, und überprüften die derzeit geltenden passiven und aktiven Überwachungsmaßnahmen. Besondere Aufmerksamkeit galt dem Risiko, dass das Virus von Wildtieren leicht auf Tiere in privaten Haushaltungen sowie auf Schweinezuchtbetriebe übertragen werden könnte.

Im Kreis Sathmar befinden sich mehrere industrielle Schweinezuchtanlagen, deren Betrieb durch einen Ausbruch der Krankheit erheblich gefährdet wäre. Die Teilnehmer einigten sich darauf, die Meldung von verendeten Wildtieren zu intensivieren und die Vorsichtsmaßnahmen weiter zu verschärfen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Treffens war die Tollwut sowie die Kampagne zur oralen Immunisierung von Füchsen. Vorgestellt wurden die Ergebnisse der jüngsten Impfphasen, Gebiete mit unzureichender Abdeckung sowie die Protokolle für den Umgang mit verdächtigen Tieren. Dabei wurde betont, dass die Verwalter der Jagdgebiete eine Schlüsselrolle für den Erfolg der Kampagne spielen – sowohl bei der Auslegung der Impfköder als auch bei der Sammlung biologischer Proben und deren Weiterleitung an die Behörden.

Für Aufmerksamkeit sorgten zudem aktuelle Zahlen zum Großwildbestand. Laut der Frühjahrszählung der Umweltschutzbehörde leben derzeit 21 Bären im Kreis Sathmar, obwohl Experten der Ansicht sind, dass das Gebiet höchstens für neun Tiere geeignet wäre. Deshalb sollen in der kommenden Zeit Informationskampagnen für die Bevölkerung sowie Präventionsmaßnahmen vorbereitet werden.