Das 60-jährige Jubiläum der weltweit führenden Tourismusmesse zog fast 6000 Aussteller aus mehr als 170 Ländern in ihren Bann. Die ITB ist bewährter zentraler Marktplatz der Tourismusbranche für den internationalen Austausch, wirtschaftliche Perspektiven und strategische Zukunftsfragen des Tourismus. Die 60. ITB, die vom 3. bis 5. März stattfand, brachte über 5600 Aussteller in den drei Messetagen mit 100.000 registrierten Fachbesuchern aus mehr als 190 Ländern zusammen.
Die erste Reisemesse wurde am 18. März 1911 in den Messehallen am Zoo in Berlin-Charlottenburg eröffnet. Ausgerichtet wurde diese weltweit erste Tourismusschau, die unter dem Namen „Internationale Ausstellung für Reise- und Fremdenverkehr“ über Wochen mit über einem Dutzend Ländern lief, vom Verein Berliner Kaufleute und Industrieller. Die ITB Berlin ist seit 1966 die führende Messe der weltweiten Reiseindustrie und feierte heuer ihr 60. Jubiläum unter dem Motto „Discover the stories behind 60 years of legacy“.
Slow Tourism, Via Transilvanica und Gastro-Regionen
Am rumänischen Messestand in der Regie des Ministeriums für Wirtschaft, Digitalisierung, Unternehmertum und Tourismus (MEDAT), präsentierten 30 Reiseunternehmen, Hotels und Vereine ihre Angebote im Spektrum von Städtereisen wie Kronstadt/Bra{ov und Schässburg/Sighișoara sowie Auslandsreisen bis in die Karibik, aber auch Naturentdeckungs-Tripps in den Karpaten mit dem Slogan „Slow Tourism“. Im Blickfang des Messestandes stand das Exponat „Via Transilvanica, die Straße, die verbindet“. Es veranschaulicht das riesige Potential Rumäniens zum Wandern und Radfahren sowie für Naturerlebnisse.
Ein Ausdruck der hohen Wertschätzung der ITB ist die persönliche Teilnahme des MEDAT-Staatssekretärs Lau-ren]iu Viorel Gidei an der Jubiläums-ITB sowie der Besuch des Messestandes durch die Botschafterin Adriana-Loreta Stănescu.
Der Stand Rumäniens beherbergte auch Vertreter der Region Dobrudscha, die für den Titel der Europäischen Gastronomischen Region 2029 kandidiert. Derzeit sind drei Regionen aus Rumänien am von IGCAT koordinierten Programm beteiligt: Harghita – Europäische Gastronomische Region 2027, Banat – Kandidat für 2028 und Dobrogea – Kandidat für 2029.
„Visit Timiș“ im Mittelpunkt der Präsentation Rumäniens
Der thematische Schwerpunkt der Präsentation Rumäniens lag bei diesjährigen ITB auf der Präsenz des Kreises Temesch/Timi{. Der Verein zur Förderung und Entwicklung des Tourismus in Temesch , „Visit Timiș“ hat das umfassende touristische Angebot der Region koordiniert und kompakt auf der ITB 2026 vorgestellt. Besuchern des MEDAT-Messestandes wurden Informationen über das kulturelle Erbe des Banats, den ländlichen Tourismus, urbane Erlebnisse in Temeswar sowie lokale kulinarische Traditionen geboten.
Die Teilnahme an der prestigeträchtigen ITB fand quasi „Just in time“ statt, denn: Im April 2026 wird die Jury des Internationalen Instituts für Gastronomie, Kunst, Kultur und Tourismus (IGCAT) die Region Temesch besuchen. Somit ist die Teilnahme an der weltgrößten Tourismusmesse ein wichtiger Meilenstein im Evaluierungsprozess für die Vergabe des Titels „Banat – Europäische Gastronomieregion 2028“. Das Projekt wurde vom Kreisrat Temesch initiiert und vom Verein „Visit Timiș“ zusammen mit mehreren lokalen und regionalen Partnern umgesetzt, darunter zum Beispiel HORETIM, die Universität für Lebenswissenschaften „Regele Mihai I“ in Temeswar, der Verein „Produs în Banat“, GAL Colinele Reca{, der Verein My Banat und Degustăria. Strategisch gesehen ist die Präsenz der Region Temesch wie überhaupt aller Regionen Rumäniens ein wichtiger Teil der externen Werbestrategie zur Steigerung der Sichtbarkeit des Banats auf dem europäischen Tourismussektor. Mit der Realisierung der erfolgreichen Präsentation des Projektes „Visit Timiș“ auf der ITB 2026 sind vor allem zwei Namen verbunden: Meda Skeja vom Verein zur Förderung und Entwicklung des Tourismus in Temesch, „Visit Timiș“, sowie Iulia D²ngulea von MEDAT.
Fazit der ITB 2026 und Ausblick
Zum 60-jährigen Bestehen hat die ITB Berlin ihren Status als wichtigste internationale Plattform der Tourismusbranche einmal mehr sichtbar gemacht. Dafür spricht auch ein Volumen von 47 Milliarden Euro, das an den drei Messetagen durch Geschäftsabschlüsse und Einkaufsentscheidungen initiiert wurde. Etwa 90 Prozent der Fachbesucher erklärten, die Messe erneut besuchen zu wollen – ein Indiz für die anhaltend hohe internationale Relevanz dieses Events. Die ITB 2027 findet vom 16. -18. März statt. Fungierte in diesem Jahr Angola als Partnerland der ITB, übernehmen 2027 die Malediven diese ehrenvolle Rolle.
Bulgarien als Mitgastgeber des 11. Donausalons
Als Begleitprogramm zur ITB fand am 5. März abends der 11. Donausalon statt, traditionell veranstaltet von der Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Regionen verbinden, Zusammenhalt stärken: Wirtschaftliche Resilienz und Reduzierung von Disparitäten im Donauraum“. Rund 520 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Diplomatie kamen auf Einladung des Staatsministeriums Baden-Württemberg und der Botschaft der Republik Bulgarien zusammen. Mitgastgeber des Abends war Bulgarien, das im Jahr 2026 den Vorsitz der EU-Strategie für den Donauraum innehat. Bereits im Jahr 2015 war Rumänien Partnerland des Donausalons und Mitgastgeber. Die Veranstaltung bot eine Plattform für Austausch, Diskussion und Vernetzung zu aktuellen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Region. Im Rahmen des Donausalons boten Anrainerstaaten der Donau Köstlichkeiten ihrer Regionen an, Rumänien etwa edle Weine solcher Marken wie Catleya (Freamăt) und Starmina (Castel Vinarte) sowie Muse Stars (Reca{). Die Band „Swinging Pockets“ mit der Sängerin Desi Andonova sorgte für die musikalische Untermalung der guten Atmosphäre dieses Events.
Einschätzung von Iulia D²ngulea: „Ich erlebe in der Praxis als aktiver Teilnehmer an der ITB und am Donausalon, dass der Donausalon als Begleitprogramm der ITB die Sichtbarkeit beider Events zusätzlich erhöht und das Organisieren erleichtert. Wir freuen uns, Rumänien auf dieser Veranstaltung präsentieren zu können, da unser Land Mitglied des Donau-EU-Programms SUERD ist und Rumänien gemeinsam mit Bulgarien die Partnerschaft in puncto PA3, Kultur, Tourismus und zwischenmenschliche Kontakte koordiniert.”





