Keine Langeweile: Aus dem Leben einer ZfA-Fachberaterin für Deutsch in Rumänien

Vier Jahre Bilanz – Gespräch mit ZfA-Fachberaterin für Deutsch Sabine Maya Schlattner

Vor vier Jahren trat Sabine Maya Schlattner ihren neuen Job als Fachberaterin für Deutsch der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) für Süd-Ost-Rumänien und der Republik Moldau an. Etwas ungewöhnlich: mitten im Schuljahr. Und gleich ab in die Prüfungen zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz, Stufe I. Im Gespräch mit ADZ-Redakteur Șerban Căpățână spricht sie heute über ihre Tätigkeit, deren Fokus das DSD-Programm ist, die zahlreichen durchgeführten Projekte sowie über die Herausforderungen, die sich während ihrer Tätigkeit ergeben haben.

Wieso haben Sie sich für eine Stelle in Rumänien entschieden?


Na ja, ich habe bereits eine Vorgeschichte als Fachschaftsberaterin in Krakau, Polen, acht Jahre lang. Das kann eine Vorstufe zur Fachberatung sein, sprich: Man hat schon eine Koordinationsfunktion, unterrichtet aber gleichzeitig. Als Fachberatung unterrichtet man weniger, hat aber eine viel größere administrative Verantwortung. Für mich war das ein weiterer logischer Schritt in meiner Laufbahn und eine He-rausforderung, die ich gerne angenommen habe, zumal in Rumänien ein ähnlich großes DSD-Programm wie in Polen zu betreuen ist. 

Wie waren Ihre ersten Eindrücke vor Ort?

Ich habe tatsächlich an einem völlig unorthodoxen Termin begonnen, am 1. April 2022. Normalerweise tritt man diese Stelle im August oder in seltenen Fällen im Februar an. Aber meine Ernennung hat sich etwas verzögert, so dass ich im April anfing, mitten in den DSD-I-Prüfungen, Deutsches Sprachdiplom Stufe I, sprich Niveau A2, B1. Mein erster Weg führte mich damals gleich nach Suceava zu den Prüfungen. Im Winter legen die Schülerinnen und Schüler ab November die DSD-II-Prüfungen bis Januar ab und dann von März bis April folgen die DSD-I-Prüfungen. Das ist, wie gesagt, der Fokus unseres Geschäfts als ZfA-Fachberaterin für Deutsch. Unsere Haupttätigkeit ist das DSD und alles, was damit zusammenhängt – Beratung der Lehrkräfte und der Schülerinnen und Schüler, Lehrerfortbildungen, Schulleitungstagungen, Organisation der Prüfungen, Prüfungsvorsitz, etc. 

Als ich anfing, gab es in Rumänien zwei Fachberatungen: eine in Hermannstadt und eine in Bukarest. Da jedoch Rumänen mit rund 70 Schulen und knapp 2000 Prüfungen im Jahr ein großes DSD-Programm hat, wurde das Land anderthalb Jahre später neu aufgeteilt und eine zusätzliche ZfA-Fachberatung für Deutsch trat ihren Dienst in Temeswar an. Somit sind wir im Moment zu dritt und haben jede/r ein Team von der ZfA aus Deutschland vermittelten Lehrkräften, die an verschiedenen Schulen im Land tätig sind. 

Am Anfang hatte ich noch einen Teil von Siebenbürgen zu verantworten. Der neuen Zuteilung zufolge ist mein jetziges Aufgabengebiet grob gesagt der Osten und Süden Rumäniens von Suceava/Jassy bis nach Craiova bzw. Constan]a hin, sowie die Republik Moldau. Insgesamt betreue ich derzeit drei DAM-Schulen (Deutsch als Muttersprache) in Bukarest: das deutsche Goethe-Kolleg, die IDEES (früher Fridolin-Schule) und die Hermann-Oberth-Schule in Voluntari. Alle anderen 17 Schulen sind DAF-Schulen, wo Deutsch als Fremdsprache unterrichtet wird – hauptsächlich in bilingualen Klassen. In der Republik Moldau betreue ich drei Schulen in Chișinău.

Inwieweit konnten Sie nun aber auch eigene Projekte oder Ideen einbringen? 

Prinzipiell muss man bei einer neuen Stelle sich natürlich erst einmal einarbeiten und danach sehen, welche Kapazität man hat, um noch Projekte aufzubauen. Es gibt Standardprojekte in unserem Bereich, wie zum Beispiel „Jugend debattiert“ oder „Seitenweise“, die weitergeführt werden müssen, es gibt Fortbildungen für die Ortslehrkräfte, die wir gleichzeitig halten müssen, usw. Das Schuljahr hat einen ziemlich genauen Ablauf, der von den Prüfungsterminen bestimmt ist und dann muss ich sehen, inwieweit ich noch kreativ arbeiten und Projekte anstoßen kann. Aber auch diese sind mit einem organisatorischen und finanziellen Aspekt verbunden und somit oft zeitaufwendig. 

Wie verläuft ein Geschäftstag einer Fachberaterin?

Die Arbeit einer ZfA-Fachberatung für Deutsch findet auf ganz vielen Ebenen statt. Einerseits sprechen wir über Administration, Personalführung, Budgetverwaltung, die Kontaktpflege zu den zu betreuenden Schulen – Schulleitungen, Ortslehrkräften, Schülern und Schülerinnen. Dazu kommt unsere Mittlerfunktion zwischen den verschiedenen Institutionen, die sich mit der deutschen Kultur und Sprache in einem Land beschäftigen: Das sind das rumänische Bildungsministerium, der rumänische Deutschlehrerverband sowie die deutschen Institutionen wie die Deutsche Botschaft, die Internationale Deutsche Schule Bukarest, das Goethe-Institut, der DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst). Regelmäßig finden Kulturmittlertreffen statt. Teil unserer Aufgabe ist, mit diesen Institutionen zusammenzuarbeiten und zu schauen, inwiefern man hier, in Rumänien, die deutsche Sprache gemeinsam fördern kann. Natürlich haben wir da eine aktive und repräsentative Funktion. 

Wie schon erwähnt, steckt auch sehr viel Verwaltungsarbeit in unserer Tätigkeit. Wir verwalten Gelder, wir haben ein Team, das mit uns zusammenarbeitet, das aber in unserer Verantwortung ist, wir organisieren mit dem Team und den Schulen die Prüfungen, wir prüfen, ob neue Schulen aufgenommen werden sollen, wir haben natürlich Dienstreisen wie Prüfungsreisen oder Besuche und Beratung in den Schulen usw. Ich führe auch Auswahlgespräche zusammen mit der ZfA-Zentrale für Bewerberinnen und Bewerber für den Auslandsschuldienst. Fazit: Der Alltag einer Fachberatung für Deutsch ist sicherlich nicht eingleisig, sondern findet auf sehr vielen Ebenen statt, wo ich recht schnell auf veränderte Umstände und Anfragen aller Art diplomatisch reagieren muss.

Sind Sie für ein derart großes DSD-Projekt personalmäßig gut ausgestattet? 

Im letzten Jahr waren wir personell ziemlich ausgedünnt, vielleicht weil Rumänien auch durch den Ukrainekrieg derzeit für Lehrkräfte aus Deutschland nicht das attraktivste Land ist. Vor vier Jahren hatte ich noch zehn Kolleginnen und Kollegen in meinem Team, derzeit sind es nur fünf. Es kommen jetzt aber noch zwei Fachschaftsberatungen nach Bukarest und eine nach Chișinău, was mich und die Schulen sehr freut! 

Was können Sie uns über die Projekte berichten, die Sie in Rumänien betreuen?

Nachdem ich mich in das laufende Tagesgeschäft eingearbeitet hatte, fing ich an, Projekte aufzubauen. Das ist ein Aspekt unserer Arbeit, der mir viel Spaß macht. Weil es natürlich erstens eine inhaltliche Herausforderung ist – was für Projekte stößt man an, wie definiert man sie, wie geht man inhaltlich heran, wo sind die Bedürfnisse oder der Bedarf für solche Projekte – und zweitens ist es auch wie schon gesagt ein administrativer Akt. 

Können Sie ein paar konkrete Beispiele benennen? 

Während meiner Tätigkeit in Rumänien ist das internationale Projekt „Sing das DSD“ entstanden und geht nun schon ins dritte Jahr. Das ist ein Projekt, in dem DSD-Inhalte gesungen werden, d.h. die Schülerinnen und Schüler müssen ein bekanntes deutsches Lied mit den DSD-Inhalten umtexten. An diesem Projekt können alle Länder teilnehmen, in denen wir DSD-Schulen haben. Im ersten Jahr war beispielsweise Paraguay dabei, im letzten Jahr China. Dieses Jahr ist Rumänien immer noch dabei, ebenso Polen und China, diesmal aber auch Georgien, Bosnien-Herzegowina und Argentinien. Zu dem umgeschriebenen Lied kommt dieses Jahr als neue Anforderung eine Projektdokumentation hinzu und wir haben kreative Überraschungen dabei. So hat beispielsweise eine Schule aus Polen als Projektdokumentation einen Comic entworfen. 

Im ersten Jahr des Projekts konnten wir den Rocksänger Peter Maffay dafür gewinnen, die Siegerpokale zu unterschreiben. Es sind sogenannte Wanderpokale für die ersten drei Plätze, die jedes Jahr vom ehemaligen Sieger dem neuen Gewinner weitergegeben werden. 

Ein weiteres internationales Projekt ist das sogenannte 3D-Projekt – „Demokratie. Donau. Deutsch“ oder „Deutsch lernen an der Donau“, das von der ZfA finanziert wird und bereits in die zweite Runde geht. Im Moment sind die Donau-länder Slowakei, Rumänien, Bulgarien und Ungarn beteiligt. Es ist ein Poetry Slam zum Thema Demokratie, geleitet von der österreichischen Landesmeisterin im Poetry Slam Katharina Wenty. Auch hier gibt es eine Landesphase und eine internationale Phase. Im letzten Jahr ist ein wunderbares Booklet mit den Beiträgen aus den Ländern entstanden. Es gibt in jedem Land Workshops mit Katharina Wenty und dann ein internationales Finale – dieses Jahr wird es im Oktober in Sofia, Bulgarien, ausgetragen.

Ein weiteres internationales Projekt, das ebenfalls in die zweite Runde geht, ist: „Deutsch am Meer“. Es findet in Bulgarien statt, tatsächlich am Meer, und ist ein intensives einwöchiges Sprachcamp für Schüler und Schülerinnen, die noch nicht ganz so sattelfest im Deutschen sind und sich im Herbst 2026 der DSD-II-Prüfung stellen. Letztes Jahr waren sechs Länder beteiligt, dieses Jahr sind es noch fünf: Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Rumänien, Serbien, Ungarn. Aus jedem Land kommen acht Teilnehmerinnen oder Teilnehmer sowie DAAD-Lektoren aus den jeweiligen Ländern, die dann auch Workshops für die Schülerinnen und Schüler anbieten. Das Projekt verläuft in Kooperation mit dem DAAD. Gleichzeitig bieten wir kurze Workshops für die begleitenden Lehrkräfte an.

Ein Novum in der rumänischen aber auch in der südafrikanischen Projektlandschaft war der Austausch einer DSD-Schule aus Rumänien (Honterusgymnasium Kronstadt) mit einer Deutschen Auslandsschule in Südafrika (Deutsche Schule Pretoria). 15 Schüler und Schülerinnen besuchten Pretoria und Johannesburg vom 4. bis 15. Oktober 2025 und wir hatten ein intensives Programm – von einem Camp mit Safari, Unterrichtsbesuch, Besuch mehrerer Museen und Sehenswürdigkeiten bis hin zu einem Empfang in der Rumänischen Botschaftsresidenz und einer Begegnung mit Vertreterinnen und Vertretern der Deutschen Botschaft in Südafrika. Der Gegenbesuch findet im Juni 2026 statt. 

Wichtige Säulen in unserer Projektarbeit sind die sogenannten schüleraktivierenden Maßnahmen (SaM), die regelmäßig von meinem Team mit deren Schülerinnen und Schülern stattfinden und die Intensivierung der Deutschkenntnisse zum Ziel haben. Auch diese Projekte werden zusätzlich zum laufenden Budget von der ZfA finanziert. So war mein Kollege Carol Szabolcs vom CN „Ion Luca Caragiale“ Bukarest in [umuleu Ciuc (Thema „Gemeinnützige Vereine“) oder in Temeswar (Thema Arbeitswelt, deutsche Firmen in Rumänien, Besuch im Bürgermeisteramt, etc.). Dieses Jahr steht ein Besuch in Berlin an (Caragiale in Berlin – die Jugendlichen müssen Caragiale auf Deutsch lesen) und meine Kollegin Silke Zimmermann (LT „Ovidius“ Constanța) wird ein Tierheim in der Nähe von Pite{ti besuchen, das von einem deutschen Staatsbürger geleitet wird und sich intensiv mit Tierschutz beschäftigt. 

Sie haben aber auch Minderheitenprojekte...

Ja, es gab es ein beeindruckendes Minderheitenprojekt, entstanden aus einer gemeinsamen Idee mit meiner Fachberaterkollegin Annette Richter-Judt aus Hermannstadt, und zwar zur Geschichte und Tradition der DAM-Schulen. Wir haben es erarbeitet und ich habe danach die Projektkoordination übernommen. Für dieses Projekt haben wir dann auch vier Mentoren gewinnen können – Robert Schwartz, damals Deutsche Welle (DW), Anca Berlogea-Boariu, öffentlich-rechtliches Fernsehen (TVR), Hanno Höfer, Regisseur und Musiker und Tiberiu Stoichici, Redakteur der deutschsprachigen Sendung Akzente (TVR) – die mit zehn ausgewählten DaM-Schulen gearbeitet haben. Zuerst haben wir gemeinsame Workshops mit allen Schulen organisiert, damit sich die Schüle-rinnen und Schüler auch städteübergreifend kennenlernen und austauschen können. Und dann sind die Mentoren jeweils in die Schulen gefahren und haben ihnen Film-, Schneidetechnik usw. beigebracht. Die Auflage war, in Einminütern die Geschichte der jeweiligen Schule filmisch umzusetzen – pro Schule fünf Themen, fünf Minuten. Es sind ganz großartige Clips entstanden und den kompletten Film hat man im Dezember 2024 im Hermannstädter Spiegelsaal gezeigt. Die Schülerschaft aller zehn Schulen zusammen mit ihren Lehrkräften und den Schulleitungen waren dabei. Die Kosten wurden vom Auswärtigen Amt übernommen. Eine großzügige finanzielle Zuwendung kam auch von Seiten des Deutschen Konsulats in Hermannstadt und des DFDR. 

Dieses Projekt war wirklich einzigartig und es ist auch ein kürzerer ca. sieben Minuten langer Prestigefilm für DaM-Schulen entstanden, der in Dinkelsbühl beim Sachsentreffen 2026 gezeigt werden soll. Außerdem wurde er verschiedenen politischen Vertretern wie der gemischten Regierungskommission im November 2025 vorgeführt.

Nach dem großen Erfolg, haben wir ein Folgeprojekt angestoßen: „Starke Frauen in der Minderheit”. Hoffentlich klappt die Finanzierung. 

Hat Sie die aktuelle Schulreform in Ihrer Tätigkeit beeinträchtigt?

Ja, schon. Die Stundenanzahl in der zweiten Fremdsprache wird ab Schuljahr 2026/27 an Schulen mit naturwissenschaftlichem Zweig auf eine Stunde pro Woche gekürzt. Die Aufregung war groß und zusammen mit dem Goethe-Institut und der Deutschen Botschaft sowie mit den französischen Kollegen haben wir Stellungnahmen verfasst und auf den GER (Gesamteuropäischen Europäischen Referenzrahmen) verwiesen sowie uns auf die nötige Stundenanzahl für die DSD-Prüfungen und auf das bilaterale Abkommen zwischen Rumänien und Deutschland berufen, gemäß dessen die akkreditierten DSD-Schulen die Bedingungen zur Durchführung und Organisation der DSD-Prüfungen stellen müssen. Auch der rumänische Deutschlehrerverband hat sich eingesetzt und uns auf dem Laufenden gehalten. Diese konzertierte Aktion ist eigentlich ein hervorragendes Beispiel für unser Netzwerken vor Ort.

Was die Zukunft des DSD-Programms an den DaF-Schulen angeht, wird dieses verstärkt in den Schulen mit Deutsch bilingual umgesetzt werden müssen, da diese bis zu sechs Stunden Wochenstunden Deutsch weiterhin anbieten. Ich glaube, dass in Rumänien gerade diese Bilingual-Schulen die Zukunft der DaF-Schulen sein werden.

Ich möchte jedoch betonen, dass Deutsch in Rumänien einen hohen Stellenwert hat, dass der Zulauf zu unseren DSD-Schulen unvermindert hoch ist und dass wir mit den Ortslehrkräften und den Schulleitungen gut zusammenarbeiten. Natürlich müssen wir diesen guten Kontakt pflegen und ab dem Schuljahr 2026/27 gemeinsam eventuell nach neuen Möglichkeiten für das Fortbestehen des DSD-Programms suchen. Die DaF-Schulleitungstagung im Herbst 2025 hat uns noch einmal gezeigt, dass die bestehenden DSD-Schulen das DSD-Programm unterstützen und dieses weiterhin tun werden.

Das heißt, Ihre Zusammenarbeit mit den Schulen muss noch enger verlaufen?

Die Arbeit mit den Schulleitungen und den Ortslehrkräften war immer wichtig und beide sind die Basis an den Schulen für die Umsetzung des DSD-Programms – und ja, sie wird noch wichtiger. Aber wie gesagt, der Großteil der Schulleitungen ist derzeit von der deutschen Sprache überzeugt und fördert das DSD an den von mir betreuten Schulen. 

Wie sehen Sie die Entwicklung der Schüler während ihrer Tätigkeit in Rumänien?

Ich kann nur von positiven Erfahrungen sprechen. Bei den Schülerinnen und Schülern, mit denen ich zusammengearbeitet habe, kann ich überhaupt nicht von einer negativen Entwicklung reden. Auch das Interesse für unsere Projekte ist sehr hoch, auch wenn wir nur eine limitierte Anzahl an verfügbaren Plätzen pro Projekt haben. Es benötigt manchmal etwas Überzeugungsarbeit, damit die Schüle-rinnen und Schüler in ihrer Freizeit bei diesen Projekten mitmachen. Aber gute Projekte sprechen sich rum und ich habe beispielsweise bereits Zuschriften erhalten von Lehrkräften, die voriges Jahr beim 3D-Projekt dabei waren und dieses Jahr auch mitmachen möchten. Das ist der Vorteil guter Projekte: Sie führen zu „Wiederholungstätern”.

Gibt es Unterschiede zwischen den Schülerinnen und Schülern in traditionell deutschen Schulen (DaM) und anderen?

Prinzipiell nein. Die Jugendlichen, die sich auf das DSD vorbereiten, unabhängig davon aus welcher Schule und welcher Ortschaft sie kommen, Craiova, Bukarest oder Suceava, das sind Eliteschüle-rinnen und -schüler, die wirklich gut sind. Und das DSD ist ein Fremdsprachenprogramm, also sollten alle auf einem Niveau sein. 

Wie sieht die Zukunft in Ihrem Arbeitsbereich aus?

Ich bin froh, dass wir zwei Stellen in Bukarest und eine in Chișinău besetzen konnten und es derzeit so aussieht, dass die angesprochenen, bereits laufenden Projekte auch weiterhin finanziert werden. Hinzu kommt noch das angesprochene Minderheiten-Folgeprojekt „Starke Frauen in der Minderheit”, wo wir noch auf Finanzierung warten. Ebenfalls bin ich im Gespräch mit der ZfA-Fachberatung Sarajewo bezüglich eines gemeinsamen Projekts zur Geschichte der deutschen Kultur und Sprache und des DSD in den Ländern Bosnien-Herzegowina und Rumänien. 

Und natürlich wünsche ich mir, dass wir auch weiterhin die Unterstützung von allen Seiten wie bisher erhalten, damit das Deutsche Sprachdiplom in unserer Schullandschaft noch ein langes aktives Leben hat.