Bukarests Aktienmarkt erlebte eine harsche Korrektur in der vergangenen Woche. Die wichtigsten Indizes gingen im Durchschnitt um 4,27 Prozent zurück, der Druck setzte dabei in der zweiten Wochenhälfte ein. Der Finanzwerte-Index war mit minus 7,9 Prozent das Schlusslicht, das zudem nicht weniger als 9 Schwellen unterschritt; er schloss bei 102.750,87 Punkten. Der Hauptindex BET verlor 3,7 Prozent und fiel auf 28.112,34 Punkte. Der BETPlus ging auf Wochensicht um 3,6 Prozent auf 4074,16 Zähler zurück, der ROTX verlor 3,8 Prozent und schloss bei 63.171,09 Punkten. Am besten erging es noch dem Energiewerte-Index BET-NG, der auf Wochensicht nur um 2,4 Prozent auf 2051,89 Punkte zurückging.
Neue Rekordstände trotz Verlusten
Da aber die Handelswoche noch optimistisch begonnen hat, schafften es die meisten Indizes noch, gleich am Montag vergangener Woche neue Rekordstände zu erreichen. Der Hauptindex BET schloss am Montag bei 29.446,57, der BETPlus schaffte es bis auf 4264,85 Punkte. Der ROTX knackte sogar die 66.000-Punkte-Marke und kam am Montag auf 66.201,38 Zähler. Der BET-NG legte noch 0,6 Prozent auf den Rekordstand der Vorwoche drauf und brachte es auf 2114,50 Punkte. Lediglich der Finanzwerte-Index startete gleich mit Verlusten in die letzte Handelswoche des Februars und erholte sich demnach auch nicht mehr.
Die Indizes im Monatsrückblick
Stichwort letzte Handelswoche: Im Monatsrückblick war es gar kein schlechter Monat für die Bukarester Börse. Der Hauptindex BET legte 3,91 Prozent zu, für den BETPlus gab es ein Monatsplus von 3,86 Prozent, der ROTX legte 3,76 Prozent zu und der Energiewerte-Index sogar 3,99 Prozent. Nur der Finanzwerte-Index schloss den Februar mit einem Verlust, der lag aber bei überschaubaren 0,57 Prozent und kommt nach einem Rekordplus von 11,6 Prozent im Januar.
Neue Jahreshochs trotz getrübter Stimmung
Ein ähnliches Bild wie bei den Indizes zeigte sich auch bei den Aktien. Trotz getrübter Stimmung schafften es einige Emittenten, neue 52-Wochen-Hochs zu erreichen. In der Folge schlossen sie die Woche allerdings teils weit entfernt von ihren neuen Rekordständen. So geschehen beim Spezialisten für Elektroanlagen für die Erdölbranche, Compania Energopetrol S.A. (ENP, 2,2 Lei, ISIN ROENPCACNOR7), der im Laufe der Woche an der 3-Lei-Grenze kratzte, dann aber bis Freitagabend 26 Prozent an Wert verlor. Allerdings war er mit einem Wochenzuwachs von 46,7 Prozent der absolute Gewinner der Woche. Der Pharmahersteller Biofarm (BIO, 1,295 Lei, ISIN ROBIOFACNOR9) brachte es auf 1,355 Lei und schloss die Woche 4 Prozent darunter, ebenso wie der Stromerzeuger Premier Energy Plc (PE, 42,3 Lei, ISIN CY0200900914) und der Erdgasversorger S.N.T.G.N. Transgaz S.A. (TGN, 92,1 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8). Die Patria Bank (PBK, 0,138 Lei, ISIN ROBACRACNOR6) fiel sogar 5 Prozent unter ihr neues 52-Wochen-Hoch.
Zahlreiche Verlierer mit hohen Kursrückgängen
Zweistellig legten nur noch der Hersteller von Elektroanlagen Grupul Industrial Electrocontact S.A. (ECT, 0,0535 Lei, ISIN ROELBOACNOR6) – plus 10,13 Prozent – und der Hersteller von Elektroanlagen Grupul Industrial Electrocontact S.A. (ECT, 0,0535 Lei, ISIN ROELBOACNOR6) zu – plus 11,5 Prozent. Anders herum wiesen deutlich mehr Emittenten zweistellige Wochenverluste aus: Der Hafendienstleister Socep S.A. (SOCP, 1,71 Lei, ISIN ROSOCPACNOR5) verlor 10,7 Prozent, die Investmentgesellschaften Longshield Investment Group S.A. (LONG, 2,21 Lei, ISIN ROSIFDACNOR6) und Lion Capital S.A. (LION, 4,67 Lei, ISIN ROSIFAACNOR2) 11,6 beziehungsweise 12,5 Prozent und der Investmentfonds Proprietatea (FP, 0,573 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) 15,1 Prozent. Der Armaturenhersteller Armătura S.A. (ARM, 0,95 Lei, ISIN ROARMAACNOR7) musste auf Wochensicht 15,2 Prozent ablassen, der Spezialist für Elektroanlagen Simtel Team (SMTL, 45,9 Lei, ISIN RONLG8JKKYH3) sogar 20,99 Prozent. Trauriger Verlierer der Woche war das Bauunternehmen Societatea de Construcții Napoca SA (NAPO, 2,1 Lei, ISIN RONAPOACNOR0) mit einem Wochenrückgang von 22,22 Prozent.
Devisen
Völlig anders als bei den Börsenindizes war es eine gute Woche für den rumänischen Leu. Dieser konnte sich gegen beide Leitwährungen durchsetzen, allerdings ohne große Variationen. Der Euro beispielsweise verlor auf Wochensicht 0,0021 Lei und lag bei etwas über 5,09 Lei. Der US-Dollar ging um 0,0148 Lei zurück, das entspricht einem Wochenverlust von 0,34 Prozent – nicht annähernd genug, um den Zuwachs der Vorwoche von 0,84 Prozent wieder abzufangen. Auf Monatssicht zeigte sich ein leicht anderes Bild. Im Vergleich zum Kurs des letzten Handelstages im Januar, gab der Euro ein ganz klein wenig nach (0,0006 Lei oder 0,0118 Prozent). Der US-Dollar hingegen verteuerte sich um 0,5 Prozent (oder 0,022 Lei). Am Montagmorgen startete der Euro bei 5,0953 Lei und der US-Dollar bei 4,3179 Lei.
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