Leistungsbilanzdefizit steigt 2025 auf über 30 Milliarden Euro

Fehlbetrag mit rund acht Prozent der Wirtschaftsleistung ähnlich wie im Vorjahr

Symbolfoto: pixabay.com

Bukarest (ADZ) - Das Leistungsbilanzdefizit Rumäniens ist im vergangenen Jahr um 1,27 Milliarden Euro auf 30,127 Mrd. Euro gestiegen, so am Montag von der Nationalbank (BNR) vorgestellte Zahlen. Der Wert entspricht etwa 8 Prozent des vom Finanzministerium für 2025 veranschlagten nominellen  Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1909 Mrd. Lei bzw. rund 374 Mrd. Euro. 2024 lag der Fehlbetrag in der Leistungsbilanz entsprechend Daten der Weltbank bei 8,2 Prozent der Wirtschaftsleistung. 

Unter etwas schneller gestiegenen Exporten als Importen ist das Defizit in der Handelsbilanz um 637 Millionen Euro auf 32,329 Mrd. Euro gesunken. Der Überschuss der Dienstleistungsbilanz ist um 369 Mio. Euro auf 12,086 Mrd. Euro gestiegen, wobei die Entwicklung in einzelnen Sektoren unterschiedlich war: Bei IT- und Telekommunikationsdienstleistungen stieg der Überschuss um etwa 600 Mio. Euro auf rund 6,9 Mrd. Euro, bei Transportleistungen vergrößerte sich das Plus um über eine Milliarde Euro auf knapp über 6 Mrd. Euro, im Tourismus stieg hingegen das Defizit im Vorjahresvergleich von 3,6 auf 4,6 Mrd. Euro; in anderen Dienstleistungsbereichen sanken die Überschüsse. 

Die Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen (Einkommen unter anderem aus Investitionen, Finanzaktiva, Steuern und Subventionen) verzeichnete 2025 ein Defizit von 10,174 Mrd. Euro (2024 waren es 8,313 Mrd. Euro). In der Bilanz der laufenden Übertragungen (private Transfers und Transfers der öffentlichen Verwaltung) lag nach 709 Mio. Euro 2024 im vergangen Jahr nun noch ein Überschuss von 290 Mio. Euro vor. 

Wie die Nationalbank weiter mitteilte, sind 2025 außerdem die ausländischen Direktinvestitionen auf 8,153 Mrd. Euro gestiegen (2024 5,602 Mrd. Euro) und die Auslandsschulden Rumäniens haben insgesamt einen Wert von 227,347 Mrd. Euro erreicht (2024 203,510 Mrd. Euro).