Daniel ist ein Durchschnittsschüler in den Vereinigten Staaten von Amerika. Er hat keine guten Noten, kaum Freunde und spielt seit kurzer Zeit im Schachclub seiner Schule. Er ist dabei jedoch auch nur mäßig erfolgreich. Seine Mitschüler nennen ihn den „Patzer-Arsch“, weil er ein Anfänger ist.
Dann, auf einmal, laden sie ihn zu einem wichtigen Schachturnier ein. Daniel versteht erst gar nicht, warum sie ihn in ihrem Team haben wollen. Doch dann offenbaren sie es ihm: Daniels Vater ist ein Schachgroßmeister. „Wirklich?“ fragt sich Daniel. Davon hat er noch nie gehört.
Daniel dachte eigentlich, sein Vater wäre ein eher langweiliger Bankangestellter. Wieso hat er ihm nie von seiner Schachkarriere erzählt und würde er tatsächlich mit ihm zu diesem Turnier kommen? Denn Daniel wünscht sich, durch das Turnier beliebter in der Schule zu werden. Deswegen spricht er mit seinem Vater, der erst mal abweisend reagiert. Nach einem Streitgespräch mit seiner Frau (also Daniels Mutter) sagt er dann zu: Er kommt mit zum Vater-Sohn-Schachturnier!
Jedoch fragt sich Daniel, warum ihm sein Vater nie gesagt hat, dass er Schachgroßmeister ist, obwohl er ja offensichtlich sehr erfolgreich war. Sein Vater gibt ihm aber erst einmal nur Ausflüchte. Das einzige, was klar scheint, ist, dass Daniels Vater das Schachspielen sehr ernst genommen hat. Denn, als er mit seinem Sohn zur Vorbereitung eine Partie spielt, fragt er ihn, was Schach eigentlich darstelle. „Ein Spiel? Ein Zeitvertreib?“ antwortet Daniel. Aber sein Vater sagt, „Schach ist Krieg und Vernichtung, ganz einfach. Wenn du eine Figur schlägst, tötest du sie. Wenn du den feindlichen König schlägst, ist seine ganze Armee ans Messer geliefert.“
Das Geheimnis des Vaters lüftet der spannende Roman später, beim Schachturnier, wo Daniel auch eine Schachspielerin kennenlernt, die er sehr sympathisch findet...
Den Leser erwartet ein typisch amerikanischer Roman – schließlich wurde „Siegen kann tödlich sein“ auch vom Amerikaner David Klass geschrieben. Das bedeutet, es gibt viel Dialog, bei dem die meisten Charaktere oft „coole“ One-Liner von sich geben. Dazu werden zumeist kurze Sätze benutzt und es gibt natürlich viel Spannung.
Besonders interessant wird die Geschichte jedoch, wenn man die Vater-Sohn-Beziehung betrachtet. Eine Konstellation, die nicht in vielen Romanen behandelt wird. Denn Daniel kann nicht nur viel von seinem Vater lernen, sondern auch umgekehrt. Vielleicht kann man auch etwas vom Roman lernen: Unter anderem, dass Leidenschaften wie Schach, oder andere (Denk-)Sportarten, die in der Jugend unheimlich einnehmend sind, nicht immer das Wichtigste im Leben sind.





