Anteil von E-Autos in EU steigt – Rumänischer Automarkt bricht ein

Sachsen, Zwickau: Neuwagen stehen zur Auslieferung auf einem Parkplatz | Archivfoto: Hendrik Schmidt/dpa

Brüssel (dpa/ADZ) - Auf dem europäischen Automarkt zieht die Elektromobilität bei insgesamt schwachen Verkäufen an. Der Anteil vollelektrisch angetriebener Autos in der EU erhöhte sich seit Jahresbeginn von 15,2 auf 18,8 Prozent, wie der Herstellerverband Acea in Brüssel mitteilte. 

Insgesamt stiegen die Neuzulassungen von Pkw im Februar im Vergleich mit dem Vorjahresmonat um 1,4 Prozent auf 865.437 Autos. In den ersten beiden Monaten ergab sich aber ein Minus von 1,2 Prozent auf 1,665 Millionen Autos.

In Rumänien ist über die ersten beiden Monate des Jahres der Automarkt um 28,9 Prozent eingebrochen – EU-weit der stärkste Rückgang. In den Monaten Januar und Februar 2026 gab es nur noch 16.892 Neuzulassungen, nach 23.770 Anfang 2025. Dabei sind die Verkäufe von Benzinern um 53,8 Prozent zurückgegangen, bei Diesel-Fahrzeugen betrug das Minus 40,7 Prozent. Zugelegt haben lediglich vollelektrisch betriebene Autos, allerdings um lediglich 1,1 Prozent bis auf 1908 Stück. 

Im Februar gab es auf den großen Märkten Deutschland, Italien und Spanien insgesamt Zuwächse, während die Neuanmeldungen in Frankreich sanken. Marktführer in der EU blieb der Volkswagen-Konzern mit seinen Marken, die zusammengenommen ein Plus von 2,6 Prozent erzielten. Unter den VW-Marken gab es beim Sportwagenbauer Porsche AG einen Rückgang um gut 5 Prozent.

Die Opel-Mutter Stellantis konnte mit fast zehn Prozent deutlicher zulegen als der VW-Konzern. Von BMW und Mercedes-Benz wurden weniger Autos zugelassen. Deutlich im Plus lagen der chinesische Elektroautobauer BYD mit nahezu einer Verdreifachung auf einem eher niedrigen Niveau und Tesla mit fast einem Drittel Plus nach dem scharfen Rückgang im Vorjahr.

Die Renault-Tochter Dacia setzte 30,9 Prozent weniger Fahrzeuge ab als noch vor einem Jahr, insgesamt wurden im Januar und Februar 2026 nur noch 63.579 Stück der rumänischen Marke zugelassen. Bei der Marke Renault gab es ein Minus von 2,7 Prozent auf 96.397 Neuzulassungen.