„Ein Tag im Dorfleben – Das Banat im Kommunismus“

Das Banater Dorfmuseum eröffnet neue Dauerausstellung

Einblick in das kommunistische Alltagsleben im Banater Dorf. Foto: Banater Dorfmuseum Temeswar

Temeswar – Rekonstruierte Wohnräume, originale Gegenstände, Archivfotografien und szenografische Elemente vermitteln die Atmosphäre einer Epoche, die von Mangel, Einschränkungen und tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen geprägt war. „Ein Tag im Dorfleben – Das Banat im Kommunismus“ heißt die neue Dauerausstellung, die nun im Banater Dorfmuseum am Temeswarer Jagdwald eröffnet wurde.

Rund 1000 Exponate aus der kommunistischen Zeit, die in ein modernes und interaktives Ausstellungskonzept integriert wurden, umfasst das Projekt, das einen eindrucksvollen Einblick in den Alltag des Banater Dorflebens während der kommunistischen Zeit bietet.

Im Mittelpunkt stehen nicht nur typische Alltagsgegenstände der damaligen Zeit, sondern auch die Geschichten, Denkweisen und Erfahrungen der Menschen, die mehrere Generationen geprägt haben. Besucher können den Alltag im kommunistischen Banat auf einem historisch fundierten und interaktiven Rundgang entdecken. „Im Zentrum der Ausstellung steht der gewöhnliche Mensch: die Räume, in denen er lebte, die Gegenstände, die seinen Alltag bestimmten, die Art, wie er sich kleidete, lebte und sich in einer Zeit voller Restriktionen und stiller Zwänge zur Welt verhielt. Durch authentische Objekte, Fotografien, Rekonstruktionen und persönliche Zeugnisse lädt die Ausstellung dazu ein, das reale Leben hinter den großen politischen Erzählungen zu entdecken. ‚Die stille Vergangenheit‘ spricht nicht nur über das Vergangene, sondern auch über das, was bis heute fortwirkt – Mentalitäten, soziale Reflexe, Nostalgien und Traumata“, so die Projektkoordinatorin Prof. Dr. Maria Hadiji.

Die Ausstellung kann von Mittwoch bis Samstag zwischen 10 und 18 Uhr sowie sonntags von 12 bis 20 Uhr besucht werden. Der Eintritt kostet 20 Lei.