Temeswar/Tübingen – Die West-Universität in Temeswar/Timișoara (UVT) baut ihre internationale Zusammenarbeit im Bereich der archäologischen und historischen Forschung aus. Im Rahmen eines zweitägigen Arbeitsbesuchs Mitte Mai traf eine rumänische Delegation Vertreter der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen sowie mehrerer angeschlossener Forschungsinstitute und Exzellenzzentren, wie die West-Uni in einer Pressemitteilung berichtet.
Die Delegation aus Rumänien wurde von Prof. Dr. Mădălin-Octavian Bunoiu, Prorektor für Forschung, Entwicklung und Innovation der UVT, geleitet. Zu den Teilnehmern gehörten außerdem Wissenschaftler und Vertreter der Fakultät für Literatur, Geschichte und Theologie, des Instituts für Umweltforschung ICAM, des Forschungszentrums „ArheoTim“, des Banater Nationalmuseums sowie Experten aus Deutschland. Auf deutscher Seite nahmen unter anderem Prof. Dr. Nicholas J. Conard, die Prorektorin für Internationale Strategie und Diversität Prof. Dr. Monique Scheer sowie weitere Vertreter der Universität Tübingen und ihrer Partnerinstitutionen an den Gesprächen teil.
Das Programm umfasste Treffen an der Fakultät für Naturwissenschaften, im Rektorat der Universität Tübingen sowie am Institut für Geschichte und Landeskunde der Donauschwaben (IdGL). Darüber hinaus besuchte die Delegation mehrere hochmoderne Forschungseinrichtungen, darunter das „Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment“ (SHEP) und den Geo-genomic Archaeology Campus Tübingen (GACT).
Im Mittelpunkt der Gespräche stand der Aufbau einer langfristigen wissenschaftlichen Kooperation, die auf Interdisziplinarität, Internationalisierung und innovativer Forschung basiert. Geplant sind gemeinsame Forschungsprojekte, internationale Förderanträge, wissenschaftliche Publikationen sowie eine stärkere Beteiligung an europäischen Forschungsnetzwerken und Konsortien. Besonderes Augenmerk legten die Partner auf den Ausbau akademischer Austauschprogramme für Studierende, Doktoranden und Wissenschaftler. Vorgesehen sind unter anderem Mobilitätsprogramme, gemeinsame Doktorate, Sommerschulen, Workshops und interdisziplinäre Forschungsformate.
Die Gespräche machten zudem deutlich, dass die Forschungsansätze aus dem Banat und Rumänien eng mit den wissenschaftlichen Schwerpunkten der Universität Tübingen in Bereichen wie Archäologie, Paläogenetik, Umweltforschung, Kulturanthropologie und Regionalstudien verknüpft werden können.





