Bukarest (ADZ) – Rumänien hat seit dem EU-Beitritt rund 30 Milliarden Euro in den gemeinsamen EU-Haushalt eingezahlt, aber mehr als 100 Milliarden Euro an europäischen Mitteln erhalten. Das hat der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Victor Negrescu (S&D) bei einer Fachveranstaltung eingeräumt. Nach seinen Angaben wurden neun von zehn öffentlichen Investitionen in Rumänien zumindest teilweise mit EU-Geldern finanziert. Rund 60 % der derzeit laufenden Projekte stützten sich maßgeblich auf europäische Fördermittel. Deshalb sei das Land auf diese Finanzierungsquellen angewiesen. Bis 2034 könnte Rumänien nach dem Vorschlag der Europäischen Kommission aus dem Regelhaushalt rund 60 Milliarden Euro erhalten. Die Mitgliedstaaten hätten sich über den Haushalt zwar noch nicht geeinigt, bis Jahresende werde jedoch eine Grundsatzeinigung erwartet. Künftig werde zudem ein größerer Teil der Fördergelder direkt in Brüssel verwaltet. Deshalb müsse Rumänien verstärkt große, europaweit wettbewerbsfähige Projekte entwickeln, so Negrescu.





