Spritpreise: Transportbranche in heller Aufregung

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Bukarest (ADZ) – Der Branchendachverband der Transportdienstleister (COTAR) verlangt von der Regierung eine Erklärung für die steigenden Kraftstoffpreise. Nach Angaben von COTAR verfüge Rumänien zwar offenbar über Treibstoffreserven, die den Bedarf für rund fünf bis sechs Monate decken, doch seien die Preise für Benzin und Diesel an den Tankstellen zuletzt trotzdem sprunghaft angestiegen. Ausgangspunkt der Debatte ist eine Aussage von Energieminister Bogdan Ivan: Rumänien könne seinen Bedarf für etwa fünf Monate decken, selbst wenn weder Raffinerien produzierten noch neue Importe einträfen, soll Ivan letzte Woche nach einer Regierungssitzung erklärt haben. Vor diesem Hintergrund stelle sich dann die Frage, warum die Preise an den Zapfsäulen weiter steigen, so die Vertreter von COTAR.

Die Transportbranche fordert die Regierung in einem offenen Brief auf, die Verbrauchsteuern auf Kraftstoffe zu senken und den Markt für die Haftpflichtversicherung RCA stärker zu regulieren. Steigen sowohl Treibstoffpreise als auch Versicherungsprämien weiter, drohe eine Blockade der Lieferketten. Viele Transportfirmen könnten ihre Verträge nicht mehr erfüllen, weil die Kosten die vereinbarten Preise übersteigen. Wie sollen unter diesen Voraussetzungen die Geschäfte beliefert werden – mit der U-Bahn, der Tram oder dem Zug?, will der Dachverband von Premierminister Ilie Bolojan wissen.  

COTAR-Chef Vasile Ștefănescu fordert deshalb ein rasches Eingreifen der Regierung: Ohne Maßnahmen drohten Firmenpleiten, Jobverluste und weitere Preissteigerungen.