Bukarest (ADZ) – AUR-Fraktionschef Petrișor Peiu hat am Dienstag bei Facebook mitgeteilt, dass es zwischen den Rechtspopulisten und der PSD keinerlei Schulterschluss oder politischen Deal geben wird, solange Sorin Grindeanu PSD-Vorsitzender ist. Damit macht die Nummer 2 in der AUR dem PSD-Chef einen gehörigen Strich durch die Rechnung, da letzterer bisher offenkundig auch auf Stimmen ultrarechter Parlamentarier gehofft hatte, um eine Mehrheit hinter sich zu bringen und anschließend von Präsident Nicușor Dan mit der Regierungsbildung beauftragt zu werden.
Da die AUR-Parlamentarier dem PSD-Chef dermaßen „missfallen“ würden, dass sie aus seiner Sicht sogar „umerzogen“ werden müssten, lasse er Grindeanu in diesem Kontext auch wissen, dass die AUR-Fraktion für seine Abwahl als Präsident der Abgeordnetenkammer stimmen werde, sollte im Unterhaus ein derartiger Antrag gestellt werden, schrieb Peiu. Der AUR-Politiker bestritt zudem, dass seine Partei EU- oder NATO-feindlich gesinnt sei – was sie ablehne, seien einzig „Fehlentscheidungen“ der EU-Kommission wie der Green Deal oder eine Überreglementierung der Wirtschaft.
Den PSD-Vorsitzenden bezeichnete Petrișor Peiu freimütig als „Sinnbild politischer Lächerlichkeit“ – nachdem Grindeanu die eigene Partei unter Paukenschlägen aus der Regierungskoalition habe austreten lassen, vergraule er sich nun auch „die einzige politische Partei, die ihm noch zur Rückkehr an die Macht verhelfen“ könne. Nicht zu guter Letzt sprach der AUR-Politiker dem PSD-Chef jede moralische Autorität ab, dabei ausdrücklich auf die Luxus-Charterflüge der Aktionäre der skandalumwitterten Nordis-Gruppe nach Monaco verweisend, zu deren Fluggästen bekanntlich auch Sorin Grindeanu gehört hatte.




