Bukarest (ADZ) – Am Mittwochvormittag hat im Hafen von Konstanza ein falscher Alarm einen Großeinsatz der Sicherheitskräfte ausgelöst, bei dem mehrere Gebäude vorsorglich geräumt wurden. Auslöser war eine aufgezeichnete Telefonbotschaft, die kurz vor Mittag bei der Schifffahrtsbehörde einging. Ein Mitarbeiter rief daraufhin um 11.26 Uhr den Notruf an. In der Nachricht hieß es, in den Hafengebäuden und im Passagierterminal am Tor 1 seien mehrere Bomben versteckt, die bald explodieren würden.
Nach Eingang der Drohung sperrten die Behörden den betroffenen Bereich des Hafens. Das Passagierterminal sowie mehrere Verwaltungsgebäude wurden geräumt. Dutzende Beschäftigte mussten ihre Arbeitsplätze verlassen, der Zugang zum Hafengelände wurde eingeschränkt. Außerdem unterbrachen die Einsatzkräfte vorsorglich die Gasversorgung im kontrollierten Bereich. Übergangsminister Radu Miruță erklärte, die Drohung sei über zwei Telefonnummern mit den Ländervorwahlen der Ukraine und Polens übermittelt worden. Die rumänischsprachige Aufnahme sei nach ersten Erkenntnissen mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt worden. Die Vorwahlen ließen jedoch keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen Aufenthaltsort der Anrufer zu. Ermittler versuchen nun, die Herkunft der Anrufe und die Verantwortlichen festzustellen.
Die Bombendrohung erfolgte, nachdem am 5. Juni eine zielgestörte ukrainische Drohne im Hafen explodierte und mehrere Gebäude und ein Schiff beschädigte.





