DIICOT-Razzia gegen mögliche Rentenbetrüger

Bukarest (ADZ) – Die auf Bekämpfung organisierter Kriminalität spezialisierte Staatsanwaltschaft DIICOT ermittelt gegen eine mutmaßliche Organisation, die über Jahre Rentenansprüche mit gefälschten Beschäftigungsnachweisen erschlichen haben soll. Am Mittwoch durchsuchten Ermittler unter anderem das Büro eines Mitarbeiters der Bukarester Rentenkasse. Er soll gemeinsam mit einem Gerichtssachverständigen und einem früheren Mitarbeiter der Arbeitsaufsicht ITM an dem System beteiligt gewesen sein. Insgesamt fanden 30 Durchsuchungen in Bukarest sowie in mehreren Kreisen statt. Laut DIICOT stellte die Gruppe seit 2018 für mehr als 860 Personen fingierte Nachweise über Berufsjahre aus. Dafür nutzten die Täter Scheinfirmen, inaktive Vereine und die Identitätsdaten schutzbedürftiger Personen. Gegen Zahlungen zwischen 15.000 und 50.000 Lei erhielten Kunden Unterlagen, die ein Arbeitsverhältnis vortäuschten. Auf dieser Grundlage bewilligten Rentenkassen anschließend Rentenansprüche.