Fitch entscheidet Ende Juli über Rumäniens Rating

Nazare: Bewertung entscheidend für Finanzlage

Finanzminister Alexandru Nazare | Archivfoto: gov.ro

Bukarest (ADZ) – Das Finanzministerium hat bei Gesprächen mit Experten von Fitch über die wirtschaftliche Entwicklung, den Sparkurs der Regierung und die mittelfristigen Aussichten diskutiert. Finanzminister Alexandru Nazare betonte, der Erhalt des bisherigen Ratings – eine Vorstufe vor Ramschniveau – sei für die Finanzstabilität des Landes entscheidend. Die Bonitätsnote beeinflusse das Vertrauen der Investoren, die Finanzierungskosten und die Möglichkeiten des Staates, Investitionen und öffentliche Leistungen zu finanzieren.

Das Ministerium verwies darauf, dass die seit 2025 eingeleiteten Sparmaßnahmen bereits höhere Staatseinnahmen und eine bessere Kontrolle der Ausgaben ermöglichten. Niedrigere Ausgaben für Löhne im öffentlichen Dienst und für Sozialleistungen zeigen demnach die konsequente Umsetzung der Strategie zur Haushaltskonsolidierung. Zugleich bleibe die Finanzierung von Investitionen über EU-Mittel ein wichtiger Wachstumsmotor. In den ersten fünf Monaten 2026 stammten demnach rund 71 Prozent der öffentlichen Investitionen aus europäischen Programmen und dem Aufbauplan PNRR.

Derzeit bewerten auch die anderen beiden großen Ratingagenturen  Standard & Poor´s und Moody‘s Rumänien mit einem negativen Ausblick.