Konten von DSU-Chef Arafat gepfändet

Raed Arafat | Archivfoto: gov.ro

Bukarest (ADZ) – Die Militärstaatsanwaltschaft hat Vermögen und Konten des Leiters der Katastrophenschutzbehörde DSU, Raed Arafat, beschlagnahmt. Die Ankläger ermitteln gegen 17 Beschuldigte in einem Schmuggelverfahren, wobei der Schaden auf knapp eine Million Euro geschätzt wird. Arafat bezeichnete die Sicherungsmaßnahmen als willkürlich und rechtswidrig. Er kündigte rechtliche Schritte gegen Personen an, die seinen Ruf schädigten. Von Vermögenssicherstellungen wurden in diesem Fall auch der rumänische Ableger von Airbus sowie der Versicherer Omniasig betroffen.

Im Verfahren geht es um die Übergabe eines Hubschraubers an die Generalinspektion für Luftfahrt vor neun Jahren, bei der weder Zoll noch Mehrwertsteuer gezahlt worden sein sollen. Der Schaden soll bei rund einer Million Euro liegen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft erhielt die Behörde 2017 das Fluggerät unter mutmaßlicher Vermittlung der DSU als Ersatz für einen Hubschrauber, der ein Jahr zuvor in der Republik Moldau abgestürzt war.