Bukarest (ADZ) – Der Nationalrat der Dachgewerkschaft SANITAS hat einen landesweiten Streik des Personals im Medizinbereich beschlossen, nachdem die Regierung nicht auf Forderungen der Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen eingegangen sei.
Für den 20. Juli kündigte SANITAS, die eigenen Angaben nach 100.000 Arbeitnehmer vertritt, einen Warnstreik an. Ab dem 28. Juli soll dann in allen staatlichen Gesundheitseinrichtungen die Arbeit auf unbefristete Zeit niedergelegt werden.
Die Gewerkschaft wirft der Regierung vor, Einkommen und Arbeitnehmerrechte schrittweise verschlechtert zu haben. Sie kritisiert unter anderem Kürzungen bei Zuschlägen für belastende Arbeitsbedingungen, Einschränkungen bei Essenszuschüssen und Urlaubsgutscheinen sowie Pläne für eine neue Gehaltsordnung, die Beschäftigte im Gesundheitswesen benachteilige.
SANITAS fordert die Wiederherstellung früherer Lohn- und Arbeitsbedingungen, die Rücknahme der gekürzten Zulagen sowie gleiche Ansprüche auf Essenszuschüsse und Urlaubsgutscheine für alle Beschäftigten. Außerdem verlangt die Gewerkschaft Nachbesserungen am geplanten Besoldungsgesetz, darunter höhere Gehaltskoeffizienten sowie den Erhalt von Schicht- und Wochenendzuschlägen.





