Ankara (ADZ) – Rumänien will sich am Nachfolgeprojekt der NATO für die luftgestützte Frühwarnung und Luftraumüberwachung (Airborne Early Warning & Control, AEW&C) beteiligen: Wie NATO-Generalsekretär Mark Rutte am Dienstag in Ankara bekannt gab, hat das Verteidigungsbündnis die Aufnahme formeller Verhandlungen mit dem schwedischen Rüstungs- und Technologiekonzern SAAB über den Kauf von bis zu zehn Frühwarn- und Aufklärungssystemen vom Typ Saab GlobalEye, mit dem Flugzeuge des kanadischen Herstellers Bombardier ausgerüstet werden sollen, beschlossen. Das AWACS-Nachfolgeprojekt, das die alternde Boeing-E-3A-Flotte schrittweise ablösen soll, überwacht gleichzeitig Luft-, Land- und Seegebiete. Insgesamt wollen sich daran 11 NATO-Staaten beteiligen – darunter auch Rumänien.
Interims-Verteidigungsminister Radu Miruță (USR) erhofft sich derweil von dem am Dienstag in der türkischen Hauptstadt eingesetzten NATO-Gipfel deutlich mehr Fokus auf die Ostflanke des Verteidigungsbündnisses, den Ausbau ihrer Verteidigungs- und Abschreckungskapazitäten sowie auf die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine in der gesamten Region. Wie Miruță den Medien im Vorfeld des NATO-Gipfels sagte, liegt Rumänien in puncto des im letzten Jahr vereinbarten Fünf-Prozent-Ziels für Verteidigungsausgaben bis 2035 „im Zeitplan“ – das Land habe seine Militärausgaben und -investitionen nicht nur stetig erhöht, sondern dank des SAFE-Rüstungsprogramms der EU auch erste konkrete Schritte zum Ausbau seiner Verteidigungsindustrie unternommen, die in den letzten drei Jahrzehnten sträflich herabgewirtschaftet worden sei. Dank des SAFE-Rüstungsprogramms könne man nun hierzulande auf neue Produktionskapazitäten hoffen, so der Interims-Verteidigungsminister.





