Bukarest (ADZ) – Prominente Kritiker des Führungsentscheidungen von Ilie Bolojan innerhalb der PNL sollen laut Medienberichten weitere Schritte gegen ihre Parteispitze planen. Wie das Nachrichtenportal G4Media unter Berufung auf liberale Quellen berichtet, ziehen sie sogar die Gründung einer neuen liberal-konservativen Partei in Betracht. Die neue Partei könnte den Namen „Liberal-Konservative Partei“ tragen und sich politisch näher an Staatspräsident Nicușor Dan bewegen. Auch eine Zusammenarbeit mit der von Eugen Tomac geführten PMP sowie mit Abgeordneten anderer Parteien gilt dem Bericht zufolge als möglich.
Während die Kritik sich bisher eher gegen die Entscheidung Bolojans richtete, die Nationalliberale Partei einer Koalitionsregierung mit Beteiligung oder auch nur Einflüssen der Sozialdemokraten, werfen die Abtrünnigen Bolojan zunehmend vor, von der bisherigen eher konservativen Ausrichtung abgerückt zu sein. Sie legen nahe, dass die PNL immer mehr einen progressiven Kurs in Richtung USR einschlägt. Der Abgeordnete Ionuț Stroe behauptete neulich auf Facebook, die Führung bereite hinter den Kulissen eine enge Zusammenarbeit mit der USR vor und wolle sich langfristig von dem Partner stark beeinflussen lassen. Auch andere Politiker, darunter der PNL-Europaabgeordnete Rareș Bogdan, ließen in ihren Angriffen gegen die Parteispitze unter Bolojan immer heftigere Kritik an den gesellschaftspolitisch liberalen Einstellungen der USR anklingen.




