Ankara (ADZ) – Die Staats- und Regierungschefs der NATO-Staaten, darunter Präsident Nicușor Dan, haben am Mittwoch die Beratungen bei ihrem Gipfeltreffen in Ankara fortgesetzt. Am zweiten und letzten Tag des NATO-Gipfels ging es unter anderem um die Frage der Lastenteilung in der Allianz zwischen den USA und den übrigen Verbündeten, nachdem US-Präsident Donald Trump vor allem die Verteidigungsausgaben der europäischen NATO-Partner wiederholt als viel zu gering kritisiert hatte. Ein weiteres Kernthema war auch die künftige Unterstützung der von Russland angegriffenen Ukraine. Nach anfänglichen Spannungen um Rüstungsfragen und Handel fiel die Abschlusserklärung des diesjährigen NATO-Gipfeltreffens jedoch letztlich überraschend versöhnlich aus.
Staatspräsident Dan sagte in einer Pressekonferenz, es sei erfreulich, dass die NATO-Staatenlenker in ihrer Abschlusserklärung sowohl Bündnistreue als auch gegenseitige Beistandspflicht gemäß Artikel 5 des Nordatlantikvertrags bekräftigt hätten, auch sei Russland darin als Hauptgefahr für die euroatlantische Sicherheit bezeichnet worden.
Darüber hinaus betonte Dan, dass Rumänien seine Rüstungsindustrie fortan intensiver fördern und promoten müsse. In diesem Kontext gab der Staatschef zudem bekannt, dass Rumänien und weitere acht NATO-Staaten beschlossen haben, sich an der geplanten multinationalen Bank für Verteidigung, Sicherheit und Resilienz (DSRB) zu beteiligen, die es den Alliierten erleichtern soll, Verteidigungsausgaben durch langfristige Finanzierungen zu decken. Bis dato unterstützen fünf transatlantische Finanzinstitute – Commerzbank AG, ING Group N.V., JP MorganChase & Co, Landesbank Baden-Württemberg und RBC Capital Markets – die Gründung der neuen Verteidigungsbank.





