Bukarest (ADZ) – Israel und Rumänien wollen ihre strategische Zusammenarbeit deutlich ausweiten. Bei Gesprächen im Schloss Cotroceni vereinbarten Präsident Nicușor Dan und sein israelisches Gegenüber Izchak Herzog, die Kooperation unter anderem in den Bereichen Technologie, Innovation, Künstliche Intelligenz, Sicherheit, Landwirtschaft, Kultur und Tourismus zu vertiefen. Der israelische Präsident, der am Sonntag in Jassy an Gedenkveranstaltungen zum Pogrom von 1941 teilgenommen hatte, bezeichnete seinen Besuch als Symbol der besonderen Beziehungen zwischen beiden Staaten. Die jüdische Gemeinschaft habe die Geschichte Rumäniens entscheidend mitgeprägt; zudem bilden die vielen Israelis mit rumänischen Wurzeln eine lebendige Brücke zwischen beiden Ländern.
Nicușor Dan hob die engen politischen, wirtschaftlichen und menschlichen Beziehungen hervor. Er verwies auf das Potenzial für zusätzliche Investitionen in beide Richtungen und nannte insbesondere die Bereiche Sicherheit, Rüstungsindustrie, Landwirtschaft und Informationstechnologie. Beide Präsidenten sprachen außerdem über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, die regionale Sicherheitslage sowie den Nahen Osten. Rumänien unterstütze weitere diplomatische Bemühungen für Frieden und Stabilität in der Region.
Israels Präsident bekräftigte die gute Kooperation auch später bei einer Feierstunde vor dem rumänischen Parlament. Im Vorfeld hatte die Europaabgeordnete Diana Iovanovici-Șoșoacă in offenen Briefen die Absage des Ereignisses gefordert und Israel wegen des Vorgehens im Gazastreifen kritisiert. Außerdem stellte sie die offizielle Darstellung des Pogroms vor 85 Jahren infrage. Beim Abspielen der israelischen Nationalhymne verließen die Abgeordneten der Partei SOS România sowie einzelne Parlamentarier anderer nationalistischer Parteien demonstrativ den Saal.





