Bukarest (ADZ) – Die Nummer 2 in der rechtspopulistischen AUR, Fraktionschef Petrișor Peiu, hat seine Partei am Montag vor dem Hintergrund der auf Schloss Cotroceni stattgefundenen neuen informellen Konsultationen zwischen Präsident Nicușor Dan und den Spitzen der Mainstream-Parteien zu Härte aufgefordert – man dürfe „keine Regierung der PSD oder PNL“ aus dem Parlament heraus dulden, nur so könne es letztlich zu vorgezogenen Neuwahlen und damit zu einem tatsächlichen Machtwechsel kommen, schrieb Peiu bei Facebook.
Der AUR-Senator empfahl seinen Parteikollegen ausdrücklich, sich nicht auf die „antidemokratischen, perversen Spielchen“ der Mainstream-Parteien einzulassen – andernfalls riskiere man, „Profil und Rolle der AUR“ zu verwässern und erstere weiter an der Macht zu erhalten, warnte Peiu.
Die Ermahnungen des AUR-Fraktionschefs erfolgten offenkundig eingedenk des PSD-nahen Parteiflügels um den einflussreichen Abgeordneten und Unternehmer Mohammad Murad, der einem Schulterschluss zwischen AUR und PSD nicht ablehnend gegenüber steht und letzten Monat nach wiederholten Verhandlungen mit PSD-Spitzenpolitikern, darunter PSD-Chef Sorin Grindeanu, gewillt gewesen war, dem Kabinett des gescheiterten designierten Premiers Adrian Veștea (PNL) das Vertrauen auszusprechen. Da AUR-Chef George Simion diesbezüglich zunächst unschlüssig schien, hatte Peiu offen mit einem Rücktritt von allen Parteiämtern und einem Abgang aus der Politik gedroht, um die Rechtspopulisten damit zu einer harten Linie zu zwingen.
Im Zuge der schweren Regierungskrise hatte die AUR von allem Anfang an betont, angesichts ihrer guten Umfragewerte Neuwahlen anzustreben und keinem Kabinett angehören zu wollen, in dem sie nicht den Regierungschef stellt.




