Schulden bei Pfizer: ROMATSA-Konten gepfändet

Pharmakonzern will Geld für COVID-Impfstoff

Bukarest (ADZ) –  Der staatliche Flugsicherungsdienst ROMATSA ist von einer Zwangsvollstreckung betroffen, die der Pharmakonzern Pfizer gegen den rumänischen Staat eingeleitet hat. Rumänien hatte einen Rechtsstreit um während der Corona-Pandemie bestellte, später jedoch stornierte Impfstoffe verloren und wurde zur Zahlung von rund 600 Millionen Euro verurteilt. Nach Angaben von ROMATSA setzte die gesamteuropäische Dachorganisation EUROCONTROL Ende Juni eine Kontenpfändung über umgerechnet rund 690 Millionen Euro einschließlich Zinsen und Verfahrenskosten um. Da die Streckengebühren für die Flugsicherung über EUROCONTROL laufen, könnten die Einnahmen von ROMATSA vorübergehend blockiert werden. Die Behörde prüfe nun gemeinsam mit einer belgischen Anwaltskanzlei rechtliche Schritte, um die Vollstreckung auszusetzen.

Die Regierung will ebenfalls gegen die Pfändung Einspruch einlegen. Parallel dazu liefen Gespräche mit Pfizer weiter, um eine Lösung zu finden, die den Betrieb von ROMATSA sichert und den Rechtsstreit beendet. Bereits vor dem Urteil hatte Pfizer offenbar angeboten, statt der Impfstoffe andere Medikamente zu liefern und auf Vertragsstrafen zu verzichten.