Tankerschiff im Schwarzen Meer nahe Rumänien angegriffen

Bukarest (ADZ) – Auf der unter liberianischer Flagge fahrenden Gas Lisbon sind in der Nacht zum Dienstag im Schwarzen Meer Explosionen registriert worden, die einen Brand an Deck verursachten. Die Besatzung von 17 Seeleuten wurde von rumänischen Rettungsschiffen sicher evakuiert. Zwei Besatzungsmitglieder erlitten Verbrennungen, ein weiterer Mann hatte mehrere Verletzungen und Blutungen. Die drei Verletzten wurden nahe Sulina übernommen und in die Notaufnahme des Krankenhauses in Tulcea gebracht, teilte die Rettungsbehörde ISU Tulcea mit.

Die staatlichen Stellen seien alarmiert und würden die Umstände des schweren Vorfalls klären, erklärte Präsident Dan. Ersten Informationen zufolge soll das Schiff von drei Drohnen getroffen worden sein. Dies habe auch ein Besatzungsmitglied bestätigt. Die Freie Gewerkschaft der Seeleute erklärte dagegen, die Gas Lisbon sei von zwei Raketen getroffen worden. Sie forderte unter anderem die Vereinten Nationen und die Internationale Seeschifffahrtsorganisation auf, Maßnahmen zum Schutz der zivilen Schifffahrt und der Seeleute in Konfliktgebieten zu ergreifen.

Interims-Verteidigungsminister Radu Miruță wertete den Vorfall als weitere Warnung. Der Krieg an Rumäniens Grenze sei kein Thema für politische Debatten, sondern eine Realität, auf die sich das Land vorbereiten müsse. Die geschäftsführende Außenministerin Oana Țoiu kündigte zudem einen Austausch bewährter Verfahren zwischen den Sicherheitsteams am Schwarzen Meer und in den baltischen Staaten an.