Bukarest/Temeswar (ADZ) – USR-Chef Dominic Fritz beklagt eine Verleumdungskampagne gegen deutschstämmige Politiker, denen ihre Loyalität gegenüber Rumänien diskriminatorisch, aufgrund ethnischer Kriterien abgesprochen wird. In einem bei Facebook geposteten Video bezog der gebürtige Schwarzwälder und amtierende Bürgermeister von Temeswar/Timișoara Stellung zu den jüngsten Kolportagen betreffend eine angebliche „Deutschland-Connection“, die hierzulande ihr Unwesen treiben und Rumäniens politische Klasse mit Agenten infiltrieren würde. Er sei bereits offen darauf angesprochen sowie gefragt worden, ob er ein „deutscher Spion“ sei, eröffnete Fritz, der zudem auch auf die jüngsten, zumeist aus PSD-Reihen stammenden Attacken gegen den liberalen EU-Abgeordneten Siegfried Mureșan verwies, den PNL, USR und der UDMR jüngst dem Staatsoberhaupt als Premierminister vorgeschlagen hatten: Mureșan werde zurzeit „kübelweise mit nationalistischem Gift übergossen“, bloß weil er „Siegfried“ heiße und seine Mutter eine Sächsin aus Siebenbürgen sei, monierte Fritz.
Der USR-Chef warnte ausdrücklich, dass derlei Hetze brandgefährlich für die Gesellschaft sei, da sie den Hass gegen ethnische Minderheiten offen schüre. In Rumänien gebe es zahllose Bürger, die deutscher, ungarischer, bulgarischer, serbischer, tatarischer oder sonstiger Abstammung oder Roma seien – die Idee, dass diese ihr Land weniger lieben und andere Loyalitäten haben würden, sei einfach abstrus und stehe in krassem Widerspruch zu den traditionellen Werten des Landes. All jene, die derartige Verschwörungstheorien verbreiten, würden faktisch auf ein schwaches, isoliertes Land hinarbeiten und die Chancen eines starken, selbstsicheren Rumänien in Europa untergraben, stellte der USR-Chef klar.





