Temeswar – Bewohner des Temeswarer Stadtteils Freidorf haben gemeinsam mit der Bürgerbewegung TMC – Timișoara Mai Curată eine Petition bei der Stadtverwaltung eingereicht. Darin fordern sie wirksame Maßnahmen gegen die wiederkehrenden Überschwemmungen, die nach eigenen Angaben seit Jahren Häuser beschädigen und die Sicherheit der Anwohner gefährden, berichten Lokalmedien.
Besonders betroffen ist die Dumitru-Bagdasar-Straße sowie die umliegenden Straßen Romaniței, Răscoala din 1907, Contemporanul und Constantin Nottara. Nach starken Regenfällen kommt es dort regelmäßig zu Wasseransammlungen. Die Anwohner berichten, dass die Feuchtigkeit die Fundamente ihrer Häuser beschädigt habe und inzwischen Risse in den Wänden sichtbar seien. Der Initiator der Petition warnt sogar vor einem möglichen Einsturz einzelner Gebäude im Falle eines Erdbebens.
Die größten Überschwemmungen ereigneten sich im Jahr 2016. Seitdem habe sich der Zustand der Gebäude durch weitere Hochwasser schrittweise verschlechtert. Bereits 2024 hatten die Anwohner im Rahmen des Bürgerhaushaltsprogramms ein Projekt zur Verbesserung der Entwässerung eingereicht. Dieses erhielt jedoch nicht genügend Stimmen, um finanziert zu werden.
Laut den Informationen in der Petition ist die heutige Entwässerungsinfrastruktur unzureichend. Die bestehenden Entwässerungsgräben könnten das Regenwasser nicht ausreichend ableiten. Zudem seien frühere Entwässerungskanäle, die das Wasser über Pumpstationen in die Bega leiteten, beim Bau des Industrieparks Freidorf stillgelegt worden.
In ihrer Eingabe richten die Bürger insgesamt 16 konkrete Forderungen an die Stadtverwaltung. Dazu gehören unter anderem die Errichtung einer festen oder mobilen Pumpstation, die Reinigung und Entschlammung des Entwässerungssystems, ein umfassendes geotechnisches und hydrologisches Gutachten, der Ausbau eines funktionierenden Drainagesystems sowie die Ausarbeitung eines lokalen Hochwasserschutzplans. Außerdem verlangen sie regelmäßige Umweltkontrollen, mehr Transparenz bei den Messergebnissen und die Benennung eines Verantwortlichen für die Koordinierung der Maßnahmen.
Nach Angaben der Initiatoren wurden bisher rund 200 Unterschriften online gesammelt, hinzu kommen weitere Unterstützer auf Unterschriftenlisten vor Ort.




