Temeswar – Ab Herbst soll im Kreis Temesch/Timiș wieder Müll eingelagert werden. Die Arbeiten an Zelle 3 der Deponie in Giseladorf haben nach Angaben des Vorsitzenden des Temescher Kreisrats, Alfred Simonis, einen Fertigstellungsgrad von rund 70 Prozent erreicht. Die Beendung der Bauarbeiten an der dritten Zelle der Deponie in Giseladorf ist für Oktober dieses Jahres vorgesehen.
Simonis erklärte, die Bauarbeiten lägen im Zeitplan und die Einlagerung von Abfällen solle bereits in diesem Herbst beginnen. Schon während der Bauphase werde besonderes Augenmerk auf die Einhaltung aller Umweltstandards gelegt. Die Probleme der Vergangenheit in Giseladorf seien eine „harte Lektion“ gewesen, die sich nicht wiederholen dürfe.
Derzeit führt das Bauunternehmen Arbeiten aus, die den sicheren Betrieb der dritten Zelle sowie den Schutz von Boden und Grundwasser gewährleisten sollen. Nach Angaben des Kreisrats werden die Abdichtungs- und Entwässerungssysteme zusätzlich kontrolliert, damit Sickerwasser kontrolliert gesammelt und Risiken für Umwelt und Bevölkerung minimiert werden.
Simonis zeigte sich überzeugt, dass die gesamte Zelle 3 fristgerecht fertiggestellt wird. Danach wolle sich der Kreisrat auf den Ausbau der Sortierkapazitäten konzentrieren. Ziel sei nicht der kontinuierliche Bau neuer Deponiezellen, sondern die Entwicklung eines möglichst effizienten Systems zur Sortierung und Verwertung von Abfällen.
Der Kreisrat Temesch hatte die Deponie in Giseladorf vorübergehend schließen lassen, nachdem festgestellt worden war, dass der Betreiber nicht recycelte Abfälle in Zelle 2 eingelagert und diese deutlich schneller als geplant gefüllt hatte. Zudem war Sickerwasser unkontrolliert abgeleitet worden, anstatt es zu filtern. Seitdem wird der Müll aus dem gesamten Kreis Temesch in benachbarte Kreise transportiert.




