Karansebesch/Lugosch – Bei 9,84 Prozent des Endsolls sind die Arbeiten zur Bahnlinienerneuerung zwischen Karansebesch und Lugosch angelangt, teilt die zuständige Infrastrukturabteilung der Eisenbahnregionale Temeswar, CFR Infrastructură, mit. Erschwert werden die Arbeiten durch die gesetzlich vorgeschriebenen archäologisch-historischen Sicherungsarbeiten des Geländes, die den eigentlichen Infrastrukturarbeiten voranzugehen haben und die aus demselben Budget des Erneuerungsvorhabens finanziert werden. An der Strecke, die das römische Castrum Tibiscum tangiert, befinden sich sechs archäologische Ausgrabungsstätten (Rettungsgrabungen), wo Spuren aus der Bronze- und der Römerzeit untersucht werden.
Der Streckenabschnitt gilt als Teil I der Erneuerung und Modernisierung der Transbanater Eisenbahnlinie Arad-Temeswar-Karansebesch, die vom ehemaligen Transportminister Sorin Grindeanu in vier (Bau)Abschnitte unterteilt und als Bauauftrag per Ausschreibung vergeben wurde.Der Streckenabschnitt ist Teil der Transeuropäischen Eisenbahnlinie, die bis an den Rand des östlichen Mittelmeers erneuert werden soll. Für den Transbanater Streckenabschnitt mit einer Länge von 162 Kilometern stehen über das nationale PNRR-Programm – praktisch: EU-Gelder – 8,77 Milliarden Lei zur Verfügung.
Laut CFR Infrastructură Temeswar arbeitet man gegenwärtig zwischen Karansebesch und Lugosch an zahlreichen Streckenabschnitten und Bahnhöfen. Es handelt sich hauptsächlich um die Erneuerung des Rangierbahnhofs von Karansebesch – fünf Bahngleispaare und die Erneuerung der Bahndammaufschüttung, Konsolidierungs- und Bahndammaufschüttungen entlang der gesamten Strecke, Erneuerung der Drainagesysteme und Konsolidierungen der Bahndämme, aber auch neue Betonpfosten für das Abstützen der Oberleitungen sollen aufgestellt werden (mit allem, was dazugehört, etwa deren Zusatzverankerung). Umfangreiche Arbeiten werden auch an den Bahnhöfen getätigt, etwa in Karansebesch, sowie entlang der Strecke, in Zăgujeni, Căvăran/Constantin Daicoviciu oder Găvojdia, wo es auch Gleisverdoppelungen auf drei parallelen Bahnlinien (Ausweich- und Wartestrecken) zu machen gibt. Die gesamte Bahnstrecke wird übrigens zweigleisig ausgebaut und auf eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit der Personenzüge von 120 km/h vorbereitet.
„Das Projekt ist Teil eines größeren Vorhabens“, heißt es seitens CFR Infrastructură Temeswar, „und verfolgt die Schaffung der Voraussetzungen zur Erhöhung der durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit, sowohl für Personen-, als auch für Warentransporte, die Erhöhung der Reise- und Transportsicherheit im Eisenbahnverkehr sowie eine grundlegende Verbesserung der Reisebedingungen für die Nutzer der Eisenbahn. Ma-kroeuropäisch gesehen ist es ein Beitrag zur Verbesserung des Eisenbahnverkehrs zwischen Rhein-Tal und dem Unteren Donaulauf.“
Wir erinnern daran, dass die Planungsarbeiten für die Transbanater Strecke zwischen Arad und Karansebesch schon vor mehr als einem Jahrzehnt starteten und dass der Wechsel von Transportministern jeweils unterschiedliche Vorstellungen von der Realisierung der Infrastrukturarbeiten an dieser Bahnstrecke nach sich zog, wonach es lange für einige der Streckenabschnitte, trotz wiederholter Ausschreibungen, keine Interessenten gab – aus den unterschiedlichsten Gründen. Gegenwärtig ist das Stadium der Arbeiten an den vier Streckenabschnitten sehr unterschiedlich. Am weitesten zurück in der baulichen Umsetzung des Projekts ist der Streckenabschnitt I Karansebesch–Lugosch. Für die rund 40 km lange Strecke wurden (mehrwertsteuerbefreit) rund 270 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Arbeiten müssten (aktualisiert) im Laufe des ersten Jahresquartals 2028 abgeschlossen werden.




