Bukarest – Ganze vier RO-Alert Meldungen hat es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in Bukarest gegeben. Dabei wurde vor starkem Regen, Sturm und Hagel gewarnt. Bei der letzten Warnung, ungefähr um 1 Uhr, gab es sogar die Alarmstufe „Rot“. Die meisten Bukarester haben das, in ihren sicheren Wohnungen sitzend, wahrscheinlich einfach hingenommen. Jedoch haben die Wassermassen vor den Fenstern die Stadt vor einige Herausforderungen gestellt, die auch noch am gestrigen Mittwoch zu Problemen geführt haben.
Zahlreiche Straßen waren blockiert, sowie sogar eine ganze Metrostation. In die Station Piața Victoriei 2 ist Wasser eingetreten und das Gleisbett wurde überflutet, weshalb am Mittwochmorgen die Metro 1 nicht zu dieser Station fahren konnte. Sie fuhr also in einer Richtung nur bis Ștefan cel Mare und in der anderen bis zum Nordbahnhof (die Stationen vor und hinter Victoriei). Auch die Station Universitate war mit Wasser vollgelaufen, was Videos auf hotnews.ro bezeugen. Jedoch konnte die Situation dort schneller gelöst werden. Darüber hinaus war die Poligrafiei-Unterführung im 1. Bezirk sogar komplett mit Wasser vollgelaufen. Das hat dazu geführt, dass ganze Autos dort unter Wasser standen. Die Feuerwehr schaute sich die Situation an und befürchtete erst, dass womöglich Menschen in den Autos gefangen sein könnten. Deswegen schwammen sie in die Wassermassen und schauten nach, konnten aber Gott sei Dank keine Betroffenen finden, wie hotnews.ro berichtet.
Darüber hinaus waren natürlich auch zahlreiche private Keller und Häuser überflutet. Dazu war der Straßenbahnverkehr und der Autoverkehr an einigen Stellen blockiert; am Mittwochmorgen klärte sich die Situationen jedoch nach und nach, da die Einsatzkräfte vor Ort zumeist das Wasser wegpumten. Dennoch gab es Staus, dazu auch Zugverspätungen am Nordbahnhof. Fast 2000 Notrufe gingen bei der Notrufnummer 112 ein, so Digi 24.
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch fiel in der Hauptstadt innerhalb weniger Stunden mehr Regen als in einem normalen Monat, wie Daten des Nationalen Wetterdienstes ANM zeigen. Die stärksten Regenfälle wurden an der Wetterstation Băneasa gemessen: über 88 Liter pro Quadratmeter, so hotnews.ro.
Ein weiteres Problem war der starke Wind, verbunden mit dem Regen, der zahlreiche Bäume zum Umstürzen brachte. In allen Bukarestern Parks liegen Bäume auf den Wegen und Blätter auf dem Boden. Tragischerweise hat ein Baum auch zu einem Todesfall geführt. Am Dienstag kam in G²neasa, Ortsteil von Ilfov, ein 40-jähriger Mann ums Leben, nachdem ein Baum auf ein fahrendes Auto gestürzt war. Der Verstorbene war Beifahrer. Der Fahrer überlebte, war bei Bewusstsein und wurde medizinisch versorgt.





