Neustadt – Auf dem ehemaligen Industriegelände von Romplumb im Stadtteil Ferneziu in Neustadt/Baia Mare könnte schon bald wieder produziert werden: Die chinesische Investorengruppe hinter der Firma KeyMetal Holding hat die ersten Schritte für den Aufbau einer Anlage zur Rückgewinnung und Produktion seltener Metalle eingeleitet.
Wie aus den Unterlagen des Genehmigungsverfahrens hervorgeht, befindet sich das Projekt derzeit in der Vorbereitungsphase für Bau- und Sanierungsarbeiten. Geplant ist die Umnutzung bestehender Industriegebäude auf dem traditionsreichen Romplumb-Areal, das im vergangenen Jahr für 5,26 Millionen Euro verkauft wurde.
Die neue Anlage soll sich auf die Rückgewinnung sogenannter kritischer Metalle aus kupferhaltigen Industrieabfällen spezialisieren – ein Geschäftsfeld, das angesichts der steigenden Nachfrage nach Rohstoffen für Batterien, Elektronik und erneuerbare Energien weltweit an Bedeutung gewinnt.
Hinter KeyMetal Holding steht eine Gruppe chinesischer Investoren. Die operative Leitung vor Ort übernimmt die rumänische Geschäftsführerin Paula Norica Velcota-Pistrila. Ebenfalls Teil der Unternehmensführung ist der chinesische Manager Shen Jiyan aus der Provinz Zhejiang.
Mit dem Projekt könnte ein lange brachliegendes Industrieareal in Neustadt neues Leben erhalten. Gleichzeitig dürfte die Entwicklung aufmerksam verfolgt werden: Romplumb galt jahrzehntelang als einer der größten Umweltverschmutzer der Region. Das traditionsreiche Bleiverarbeitungsunternehmen war nach massiven Überschreitungen von Schadstoffgrenzwerten geschlossen worden und ging schließlich in Insolvenz und Konkurs.
Zu Spitzenzeiten beschäftigte Romplumb rund 680 Mitarbeiter und erzielte Millionenumsätze. Heute verbindet sich mit dem Gelände sowohl die Hoffnung auf neue Arbeitsplätze als auch die Erwartung, dass moderne Umweltstandards konsequent eingehalten werden.




