Die Welt von hoch oben aus dem Fallschirm oder dem Fenster einer Ultraleichtmaschine

Rumäniens Luftfahrt-Club lädt zu seinem Tag der Offenen Tür in Neppendorf ein

Ein Tag der Offenen Tür am Flugplatz Neppendorf heißt, dass normalerweise verschlossene Cockpits von im Hangar geparkten Ultraleichtmaschinen für Laien geöffnet werden. Foto: Klaus Philippi

Hermannstadt – Insgesamt 1200 Euro sind in der Regel für die vollständige Ausbildung zum Fallschirmspringer mit Ausrüstung und Profi-Training des Rumänischen Luftfahrt-Clubs (Aeroclubul României, AR) hinzublättern, was auch und gerade die physische Aufbauarbeit an sich selbst in einer kleinen Sporthalle einschließt. Nur von Samstag, dem 30. Mai, bis Montag, den 1. Juni, bietet die Regionalzweigstelle des AR bei Hermannstadt/Sibiu Neugierigen ohne jegliche Vorerfahrung die Möglichkeit, trotzdem ganz direkt auf Tuchfühlung mit dem freien Fall aus 3000 Metern Seehöhe zu gehen. Ungefähr 200 Euro pro Person kostet ausnahmsweise zum Tag der Offenen Tür das einmalige Springen im Tandem unter Führung lizenzierter Luftfahrer mit Lehrberechtigung, die aktuell von ihren Passagieren zuzüglich der Teilnahmegebühr bloß noch die Kontaktaufnahme per WhatsApp, einen Terminvorschlag und die Kopie vom Personalausweis benötigen. Für alle drei genannten Tage gilt folglich die Einladung, sich zu einem von je fünf Springen zwischen 9 Uhr morgens und 18.30 Uhr am späten Nachmittag zu melden, wenn die Courage für das Erleben einer Geschwindigkeit von bis zu 200 Kilometern pro Stunde im senkrechten Verlust von Höhe gegeben ist. Die Kapitäne im Dienst des AR am Flugplatz in Neppendorf/Turnișor gleich hinter dem Zaun des Internationalen Flughafens Hermannstadt sind telefonisch im Mobilfunk über die Nummern 0740-701886, 0726-678326 und 0751-115177 zu erreichen und bearbeiten nähere Informationswünsche sowie Anmeldungen nur schriftlich mittels WhatsApp-Nachricht. Sollte eine springende Person ihre eigene Teilnahme nicht selber bezahlen, muss auch der Ausweis jener dritten Person vorgelegt werden, die geldlich für die Exkursion aus luftiger Höhe im Fallschirm-Tandem aufkommt. Für den ungünstigen Fall, dass die Wetterbedingungen nicht mitspielen oder am Internationalen Flughafen Hermannstadt in klar zu rascher Abfolge gestartet und gelandet wird, behalten sich die Piloten vom AR in Neppendorf das Recht vor, den Doppeldecker zum Springen entweder verspätet oder gar nicht mehr aufsteigen zu lassen. Der 2. Juni schließlich wird zur Reserve möglichst allen angeboten, deren Sprungwünsche an den drei Tagen davor nicht umgesetzt worden sein konnten.

Keine Anmeldung erforderlich ist für den 31. Mai, das Kerndatum des Tages der Offenen Tür am Flugplatz Neppendorf. Gäste sind ab 9 Uhr herzlich willkommen, zunächst drei Ultraleichtmaschinen (ULM) aus dem Hangar und dazu kleinere in Modellbaugröße aus Styropor zu besichtigen. Kindern vor allem winken Rutschen wie auf Spielplätzen und die Chance, für einige kurze Augenblicke in den spannenden Cockpits der ULM Platz zu nehmen. Ab 11 Uhr schließlich sind Parade-Manöver zweier Sportflug-Kader vom AR zu erwarten, die abwechselnd bis 15 Uhr dauern. Die Kapitäne am nach Hermann Oberth benannten Flugplatz versprechen zudem, auch Verteidigungsministeriums-Helikopter und militärische Einsitzer vom prominenten Typ F16 zum Schaufliegen in den Himmel über Hermannstadt einzuladen. Eine Garantie für wirkliches Eintreffen von beidem ist freilich nicht gegeben. Allerdings besteht Sonntag, am 31. Mai, Gelegenheit, Gutscheine für Passagierflüge zu kaufen, die am 1. Juni gültig sind.