Festival „One World Romania“ beginnt heute

Bukarest – Die 19. Ausgabe des Internationalen Dokumentarfilm- und Menschenrechtsfestivals „One World Romania“ findet in diesem Jahr zwischen dem 24. und dem 29. April in Bukarest, in den Kinos „Muzeul Țăranului“, „Elvire Popesco“, in der „Eforie“-Kinemathek sowie im „Apollo111“-Kino statt. Zwischen dem 30. April und dem 31. Mai sind zahlreiche Filme, die in Bukarest gezeigt werden, auch online zu sehen.

Vor dem Hintergrund eines ununterbrochenen Nachrichtenstroms über Kriege, Völkermorde sowie zunehmende soziale und wirtschaftliche Unsicherheit lädt das Festival dazu ein, über den Wendepunkt nachzudenken, an dem wir uns befinden: Demokratische Werte stehen unter Druck, rechtsextreme Diskurse werden normalisiert, und die Grenzen dessen, was im öffentlichen Diskurs als akzeptabel gilt, verengen sich.

Das Thema der aktuellen Ausgabe, „La limită“ (An der Grenze), zielt darauf ab, die Rationalität dieser Entwicklung zu hinterfragen: Von uns wird verlangt, Sparpolitik als Tugend zu akzeptieren. Doch wie kann eine Gesellschaft überleben, die ihre Bildung, Kultur, soziale Absicherung und öffentliche Gesundheit beschneidet?

Diese Botschaft wird auch durch die Slogans der visuellen Identität unterstrichen, die staatliche Institutionen daran erinnern, dass solche lebenswichtigen Bereiche Geld kosten und nicht in der merkantilistischen Logik des Profits verhandelbar sind.

Trotz gekürzter finanzieller Mittel stehen über 40 Kurz- und Langfilme auf dem Programm des OWR, manche von ihnen wurden bei bedeutenden Festspielen wie Cannes, Venedig oder Sundance gezeigt. Auf dem Programm stehen auch zahlreiche Gemeinschaftsveranstaltungen und Vorführungen mit anschließenden ausführlichen informellen Gesprächen.

Weitere Informationen sowie das gesamte Programm sind unter oneworld.ro zu finden.