Temeswar – USR-Chef Dominic Fritz hat der Partei AUR vorgeworfen, kein echtes Anti-System-Projekt zu sein, sondern im Interesse des politischen Systems zu handeln. In einer öffentlichen Stellungnahme erklärte Fritz, AUR sei geschaffen worden, um die Wut der Bürger gegen die PSD aufzufangen und kontrollierbar zu machen. Anlass der Äußerungen sind nach Fritz’ Darstellung Stimmen aus dem Umfeld der AUR, die unter Berufung auf das „nationale Interesse“ eine Unterstützung der Regierung Grindeanu ins Spiel brächten. Damit werde deutlich, dass AUR nie wirklich gegen die PSD gekämpft habe, so Fritz. Der USR-Vorsitzende sprach von einem „Moment der Wahrheit“. AUR sei eine „Partei auf Befehl“ und diene letztlich als politische Absicherung der PSD. Die Wut vieler Bürger gegen die Sozialdemokraten sei real und nachvollziehbar, werde aber von AUR nur kanalisiert, nicht vertreten.
Fritz verwies in diesem Zusammenhang auf mehrere Abstimmungen und Initiativen im Parlament. AUR habe nach seiner Darstellung gemeinsam mit der PSD gegen die Abschaffung von Sonderrenten gestimmt, gegen Reformen agiert und Misstrauensanträge gemeinsam mit den Sozialdemokraten unterstützt. Besonders scharf kritisierte Fritz eine mögliche Unterstützung für Sorin Grindeanu. Dieser stehe für die Dringlichkeitsverordnung Nr. 13, die 2017 Hunderttausende Menschen auf die Straße gebracht habe. Dass AUR nun ausgerechnet Grindeanu zum Premierminister machen solle, zeige aus Sicht des USR-Chefs die wahre Funktion der Partei. AUR habe sich nie mit der PSD angelegt, erklärte Fritz abschließend. Die Partei sei vielmehr die „Lebensversicherung der PSD“.




