Kreis Maramuresch verdreifachte Fördermittel im vergangenen Jahr

Neustadt – Die Kreisverwaltung Maramuresch hat im Jahr 2025 einen deutlichen Erfolg bei der Einwerbung von Fördermitteln erzielt. Mit insgesamt 553 Millionen Lei aus europäischen und staatlichen Programmen wurde die Summe des Vorjahres mehr als verdreifacht. 2024 waren noch rund 178 Millionen Lei in laufende Projekte geflossen.

Kreisratspräsident Gabriel Zetea sieht den Grund für diesen Erfolg in einer konsequenten Haushaltsdisziplin. „Viele fragen, warum wir bei den laufenden Ausgaben des Kreisrats so sparsam sind. Die Antwort ist einfach: Wir benötigen Eigenmittel für die Kofinanzierung europäischer und staatlicher Projekte, die zusätzliche Gelder in die Maramuresch bringen“, erklärte Zetea.

Den größten Anteil der Fördermittel machen Infrastrukturprojekte aus. Allein für den Bau der Tisa-Brücke wurden 104 Millionen Lei bereitgestellt. Weitere bedeutende Vorhaben sind die Modernisierung des Flughafens Maramuresch mit 65 Millionen Lei, das Straßenprojekt „Pasajul Italsofa“ mit 58 Millionen Lei sowie Maßnahmen im Rahmen des nationalen Entwicklungsprogramms „Anghel Saligny“, die mit 22,7 Millionen Lei gefördert werden.

Auch das Abfallwirtschaftsprojekt SMID F²rca{a erhält mit 79 Millionen Lei weiterhin umfangreiche Unterstützung. Hinzu kommen Investitionen in intelligente Gewerbe- und Technologieparks sowie weitere Verkehrsinfrastruktur.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Gesundheitsbereich. Fördermittel fließen in die Erweiterung und Modernisierung des Krankenhauses für Infektionskrankheiten sowie in die Erneuerung mehrerer Abteilungen des Kreiskrankenhauses in Neustadt/Baia Mare. Allein das Gesundheitsministerium stellt den beiden dem Kreis unterstellten Kliniken zusätzliche 33,4 Millionen Lei zur Verfügung.

Besonders die Verbesserung der medizinischen Versorgung von Neugeborenen und die Bekämpfung von Krankenhausinfektionen stehen dabei im Fokus.

Auch kulturelle Einrichtungen profitieren von den Investitionen. Das Museum für Ethnografie und Volkskunst erhält Fördermittel in Höhe von 5,3 Millionen Lei. Darüber hinaus werden traditionelle Holzhäuser im bekannten Dorf Breb restauriert.

Ein Großprojekt ist die Sanierung des Verwaltungsgebäudes des Kreises. Dafür stehen 52 Millionen Lei bereit. Weitere rund 100 Millionen Lei sollen im Jahr 2026 folgen.

Im Bildungsbereich fließen Fördergelder in Förderschulen in Oberwischau/Vișeu de Sus und Neustadt sowie in ein spezialisiertes Technologielyzeum. Zusätzlich werden über den Nationalen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR) moderne Ausstattung und neue Schulbusse finanziert.

Auch soziale Einrichtungen erhalten Unterstützung. Projekte für Kinder, Senioren und Menschen mit besonderen Betreuungsbedürfnissen werden mit mehreren Millionen Lei gefördert.

Besonders hervor hebt die Kreisverwaltung, dass sämtliche Projekte von den eigenen Mitarbeitern betreut werden. Nach Angaben von Gabriel Zetea befinden sich derzeit 43 Projekte in der Umsetzung. Weitere 63 Vorhaben sind bereits für das Jahr 2026 vorbereitet.

„Hinter diesen Projekten stehen die Mitarbeiter unserer Projekt-, Technik-, Rechts-, Beschaffungs- und Finanzabteilungen. Sie leisten jeden Tag hervorragende Arbeit, damit der Kreis möglichst viele europäische und staatliche Fördermittel erhält“, betonte der Kreisratspräsident.