Kunstbiennale in Venedig 2026: Temeswar ist stark dabei vertreten

Auf der Biennale von Venedig 2026 ist Rumänien offiziell fast 7 Monate lang vertreten. Die Ausstellung ist vom 9. Mai bis zum 22. November 2026 für die Öffentlichkeit zugänglich. Foto: Vlad Cândea

Temeswar – Der rumänische Pavillon der Kunstbiennale von Venedig 2026 wurde mit dem Projekt „Black Seas – Scores for the Sonic Eye“ der Künstler Anca Benera und Arnold Estefán eröffnet. Die Ausstellung, kuratiert von Corina Oprea und der Temeswarerin Diana Marincu, widmet sich dem Schwarzen Meer als Raum vielfältiger Geschichten, Klänge, ökologischer Entwicklungen und geopolitischer Spannungen.

Die Stadt Temeswar/Timișoara ist maßgeblich an diesem internationalen Projekt beteiligt. Die Stiftung Art Encounters fungiert gemeinsam mit der Kulturvereinigung FIR als Koproduzentin des rumänischen Beitrags. Diana Marincu, künstlerische Leiterin der Stiftung Art Encounters, war zudem an der kuratorischen Konzeption beteiligt.

Auch zahlreiche Institutionen und Kulturschaffende aus der Bega-Stadt tragen zum Erfolg des Projekts bei. Dazu gehören das Temeswarer Projektezentrum, die Fakultäten für Kunst und Design der West-Universität sowie für Architektur der „Politehnica“-Universität. Unterstützung kommt außerdem aus der Privatwirtschaft, unter anderem von Bosch, das den Bildungsbereich des Projekts fördert.

Mehrere Mitglieder des Produktions- und Kommunikationsteams stammen ebenfalls aus Temeswar oder waren bereits an Projekten der Europäischen Kulturhauptstadt beteiligt. Dazu zählen die Kulturmanagerinnen Corina Bucea und Ioana Gonțea, die Kommunikationsstrategin Raluca Selejan von der Buchhandlung „La Două Bufnițe“ sowie Installations- und Mediations-Teams mit enger Verbindung zur Kulturszene der Stadt. Tilla Rudel, eine der engagiertesten Stimmen im Kulturbereich während ihrer Amtszeit als Direktorin des Französischen In-stituts in Temeswar, beriet das Team in Fragen der internationalen Kommunikation und trug maßgeblich zur Verbreitung des Projekts, insbesondere in Frankreich, bei. Auch das Nationaltheater „Mihai Eminescu“ unterstützte im Wettbewerb um den rumänischen Pavillon mit wertvollen Ratschlägen und seiner Expertise in Theaterproduktion und Bühnenbildgestaltung.

Die Installation „Black Seas – Scores for the Sonic Eye“ verbindet Klang, Video, Skulptur und künstlerische Forschung zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit dem Schwarzen Meer. Das Projekt ist bis zum 22. November 2026 im rumänischen Pavillon in den  Giardini della Biennale sowie in der Neuen Galerie des Rumänischen Kulturinstituts in Venedig zu sehen.

Bereits in den ersten Tagen der Biennale zog der rumänische Pavillon großes internationales Interesse auf sich. Fast 28.000 Fachbesucher, darunter mehr als 3700 Journalisten, besuchten die Eröffnungstage der Biennale.

Auf der 61. Biennale von Venedig (2026) präsentiert sich auch der renommierte Temeswarer Maler Gheorghe Fikl in einzigartiger und spektakulärer Weise: Er stellt im Nationalpavillon der Vereinigten Republik Tansania aus. Das ausgestellte Werk heißt „Dominion“. Fikls Konzept umfasst ein großformatiges Gemälde, das seine wiederkehrenden Themen erforscht: das Verhältnis zwischen dem Heiligen, Autorität, Ritual und instinktiver Kraft.