Temeswar – Nach Investitionen von rund 500 Millionen Lei in die urbane Mobilität allein im vergangenen Jahr schlägt der Bürgermeister von Temeswar/Timișoara, Dominic Fritz, eine strategische Partnerschaft für den Aufbau eines schnellen, elektrischen und in den öffentlichen Nahverkehr integrierten Stadtbahnnetzes vor.
Die Kommunalverwaltung plant, die derzeit unzureichend genutzte bzw. sanierungsbedürftige Eisenbahninfrastruktur in Temeswar zu modernisieren und auszubauen. Das Projekt „Metropolitanzug Temeswar“ sieht intermodale Bahnhöfe, Park-and-Ride-Anlagen, Logistikzentren für den Güterverkehr sowie direkte Verbindungen zu wichtigen Stadtteilen und zur Metropolregion vor. Um die Umsetzung zu beschleunigen, will die Stadtverwaltung die Machbarkeitsstudie für die gesamte Strecke übernehmen – sowohl auf städtischen Flächen als auch auf Grundstücken der rumänischen Eisenbahngesellschaft CFR – und schlägt dazu eine Partnerschaft mit der Nationalen Eisenbahngesellschaft vor.
„Es handelt sich um ein strategisches Projekt für Temeswar, das die Investitionen der vergangenen Jahre in die urbane Mobilität fortsetzt. Wir wollen die Eisenbahninfrastruktur, die die Stadt durchquert und die derzeit unzureichend genutzt wird, modernisieren, erweitern und für den öffentlichen Verkehr einsetzen. Ein effizienter öffentlicher Nahverkehr ist der Schlüssel, um den Autoverkehr zu reduzieren und Temeswar grüner zu machen“, erklärte Bürgermeister Dominic Fritz.
Die geplante Strecke soll sowohl das Umland von Temeswar, als auch die Randbezirke der Stadt bedienen. Vorgesehen ist eine Verbindung vom Stadtteil am Flughafen über das Meteo-Gebiet bis zum Nordbahnhof und weiter zur Industriezone Freidorf, vorbei am Einkaufszentrum Shopping City sowie entlang der südlichen und südöstlichen Bahnlinien der Stadt in Richtung Chișoda, Giroc und Rudicica. Endpunkt der Strecke soll die Industriezone an der Busiascher Straße nahe der Stan-Vidrighin-Straße sein.
Das Projekt wird zudem mit den Stationen des derzeit modernisierten Eisenbahnkorridors verknüpft. Zusätzlich plant die Stadt neue Haltestellen im Bereich Oituz, am Kinderkrankenhaus „Louis Țurcanu“, in Freidorf, an der Ardealului-Straße sowie beim Einkaufszentrum an der Schager Straße. Die Erweiterung in den südlichen Teil der Metropolregion umfasst außerdem Stationen in Chișoda, Giroc, Rudicica und am Eingang von Neumoschnitza/Moșnița Nouă.
In der Industriezone an der Busiascher Straße soll ein intermodaler Verkehrsknotenpunkt entstehen, ergänzt durch Anbindungen an das Straßenbahnnetz in der Stan-Vidrighin-Straße. Jede Station soll mit Parkplätzen, Fahrradabstellmöglichkeiten, barrierefreien Zugängen für Fußgänger und Anschlüssen an das öffentliche Verkehrsnetz ausgestattet werden.




