„Millennium Csanadiense“ in Großsanktnikolaus

Großsanktnikolaus – Am morgigen Sonntag, dem 7. Juni, wird in der römisch-katholischen Pfarrkirche zur Heiligen Theresia von Ávila in Großsanktnikolaus/ Sânnicolau Mare die erste Ausstellung der Jubiläumsreihe „Millennium Csanadiense MXXX–MMXXX“ eröffnet. Die Vernissage findet im Anschluss an eine feierliche, dreisprachige Heilige Messe statt, die um 10 Uhr beginnt und an der auch der emeritierte römisch-katholische Bischof von Temeswar, Dr. h. c. Martin Roos, teilnimmt.

Die Ausstellung ist dem tausendjährigen Jubiläum der Gründung des Bistums Tschanad/Cenad im Jahr 1030 gewidmet, dessen historische Nachfolgerin unter anderem die Diözese Temeswar/Timișoara ist. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Schau im Hohen Dom zum Heiligen Georg in Temeswar sowie in der Kathedrale der Heiligen Jungfrau Maria im ungarischen Segedin/Szeged präsentiert.

Die Ausstellung, die in der römisch-katholischen Kirche in Großsanktnikolaus gezeigt wird, ist der Auftakt einer langfristig angelegten Ausstellungsreihe, die bis zum Jubiläumsjahr 2030 fortgeführt wird. Jährlich soll dabei ein weiterer Abschnitt aus der Geschichte des ehemaligen Bistums Tschanad sowie der heutigen Diözesen Temeswar, Szeged-Csanád und Großbetschkerek/Zrenjanin vorgestellt werden. Die nun gezeigte erste Etappe beleuchtet die Geschichte des alten Bistums von seiner Gründung im Jahr 1030 bis zur Eroberung Temeswars durch das Osmanische Reich im Jahr 1552. Im Rahmen der Vernissage wird Bischof emeritus Martin Roos eine Einführung in die Ausstellung geben.

Für die Besucher stehen Begleit- und Informationsmaterialien in rumänischer, ungarischer, deutscher und serbischer Sprache zur Verfügung. Die Ausstellung kann anschließend täglich in der Pfarrkirche besichtigt werden. Dabei ist jedoch der liturgische Zeitplan zu beachten; während der Gottesdienste ist kein Ausstellungsbesuch möglich.

Organisiert wird die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der römisch-katholischen Pfarrei Großsanktnikolaus und dem Deutschen Ortsforum. Der Eintritt ist frei.