Temeswar – Der Rettungsdienst des Kreises Temesch hat 27 neue Einsatzfahrzeuge erhalten. Die Anschaffung im Wert von über fünf Millionen Euro wurde über den Nationalen Aufbau- und Resilienzplan PNRR finanziert. Es handelt sich um 23 Ambulanzen des Typs B sowie um vier moderne Einsatzfahrzeuge des Typs C2.
Die neuen Fahrzeuge ersetzen einen Teil des seit 2008 genutzten Fuhrparks. Mehrere der alten Ambulanzen haben inzwischen jeweils mehr als eine Million Kilometer auf den Straßen des Kreises zurückgelegt; bei einem Fahrzeug zeigt der Kilometerstand sogar 1,6 Millionen Kilometer an. Ausgemustert werden soll auch die erste rumänische Typ-C-Ambulanz mit Beatmungsgerät, die 2008 beim NATO-Gipfel in Bukarest im Einsatz war und danach nach Temeswar überführt wurde.
Die Ausstattung der neuen Ambulanzen gilt als hochmodern. Dazu gehören automatische Thoraxkompressionsgeräte für die Reanimation, Ozon-Geräte zur Desinfektion, Gasdetektoren zum Schutz der Einsatzkräfte in gefährlichen Umgebungen sowie Alkoholtestgeräte zur rascheren Einschätzung bestimmter Notfallsituationen. Hinzu kommen am Körper getragene Kameras mit Satellitenverbindung, die Bild und Ton live an die Leitstellen des Rettungsdienstes und des Departements für Notfallsituationen übertragen können.
Besonders leistungsfähig sind die vier neuen C2-Ambulanzen. Sie bieten Platz für Einsatzteams von bis zu sechs Personen. Wichtige Ausstattungen können sowohl vom Inneren als auch von außen erreicht werden, damit medizinische Eingriffe möglichst schnell und effizient erfolgen können. Eine solche Ambulanz kostet rund 250.000 Euro, während ein Fahrzeug des Typs B mit etwa 175.000 Euro veranschlagt wird. Drei der C2-Fahrzeuge bleiben in Temeswar, eines wurde nach Lugosch/Lugoj gebracht.
Die Modernisierung betrifft jedoch nicht nur den Fuhrpark. Der Rettungsdienst Temesch erhielt zusätzlich mehr als drei Millionen Lei, ebenfalls über PNRR-Mittel, für die Erneuerung der digitalen Infrastruktur. Angeschafft wurden unter anderem Computer, Drucker, Server, digitale Anzeigetafeln und Smartboards für Schulungen. Außerdem wird ein Projekt zur Cybersicherheit umgesetzt, das die digitale Infrastruktur des Rettungsdienstes besser schützen soll.
Die Investitionen sind Teil eines umfassenderen Modernisierungsprogramms für die Notfallmedizin in Rumänien. Landesweit sollen über PNRR-Mittel neue Ambulanzen für die Rettungsdienste und SMURD-Einheiten angeschafft werden.




