Kronstadt – In der Sitzung vom 26. Februar beschloss der Kronstädter Kreisrat die öffentliche Auflösung der letzten Waisenhäuser, die im Kreis Bestandteil der Generaldirektion für Sozialhilfe und Kinderschutz DGASPC waren. Der Beschluss geht auf schon in Vorjahren landesweit besprochene Bestimmungen zurück.
Kindern sollen ihnen besser angepasste Milieus geboten werden, indem sie, wie sonst in Europa schon länger üblich, jeweils in Pflegefamilien eingegliedert werden oder in familienähnlichen Heimen aufwachsen.
Die letzten Immobilien in Kronstadt, in denen die Kinderheime in Betrieb waren, werden teilweise, wo es beantragt wurde und es möglich war, den Bürgermeisterämtern in den jeweiligen Ortschaften abgegeben. In anderen Fällen, wie z.B. bei der Einrichtung für soziale Dienstleistungen im Gebiet Fogarasch-Reps „Casa Maria“ werden Seniorenheime eingerichtet. Das Zentrum „Speranța“ für schwer behinderte Kinder, im Dienstleistungskomplex M˛gura, in Zeiden/ Codlea wird auch geschlossen. Dort werden nun Ausbesserungen unternommen, so dass in Zukunft soziale Dienstleistungen für Erwachsene geboten werden können. In Viktoriastadt/Orașul Victoria wird es das Wohnzentrum „Sf. Pavel“ geben, ein Projekt für Erwachsene mit schweren Behinderungen.
Gemäß den Änderungen am Gesetz Nr. 272/2004 wurde die Frist für die Schließung dieser Zentren (1. Januar 2021) überschritten. Nun soll der Prozess der Neuorganisation dieser sozialen Dienste für Kronstadt auch abgeschlossen werden. Der Übergang von den Einrichtungsformen des Kommunismus – die ehemaligen Krankenhauswohnheime – hat landesweit viele Jahre gedauert und fand auch mit Hilfe von ausländischen Organisationen wie z.B. „SERA Romania Foundation“ oder „HHC Romania Foundation“ statt. Laut einer Mitteilung der Nationalen Behörde für den Schutz der Kinderrechte und Adoption aus 2022 gab es landesweit insgesamt 500 solche Institutionen, die über 100.000 Kinder betreuten.