Neumoldowa/Golubac – Die Donaufähre Baziaș 4 hatte am 22. Juli des vergangenen Jahres ihren Betrieb wieder aufgenommen, nachdem ihr Betrieb unter die Regie einer Firma gestellt wurde, die aus dem Kreisrat Karasch-Severin – dem Besitzer des auf einer Donauwerft in Serbien als Katamaran gebauten Fährschiffs – und dem Stadtrat Neumoldowa unter dem Namen ADI Feribot Moldova Nou˛-Serbia firmierte. Ursprünglich überquerte sie zweimal täglich vom rumänischen Ufer aus die Donau ins Golubac eingemeindete Usije.
Bis Ende 2025 machte die Fähre 300 Überfahrten und transportierte 3548 Passagiere, 1202 Fahrzeuge (984 Kleinwagen, 8 Kleinbusse, 20 Wohnwagen, 100 Motorräder und 90 Fahrräder. In 90 Fällen musste die Fähre umkehren, weil sie am serbischen Ufer nicht anlegen konnte und riskierte, wegen Niedrigwasserstands zu stranden, da die serbischen Behörden angeblich kein Geld auftreiben können, um das Becken vor dem Landeponton von Alluvionen freizuhalten. Der Verein für Interkommunitäre Entwicklung ADI Feribot Moldova Nouă-Serbia hat für die Aktivitäten des vergangenen Halbjahres 328.204,55 Lei Ausgaben und 278.489,15 Lei Einkommen verbucht – es war also unterm Strich ein Verlustgeschäft.
Jetzt, bei Extrem-Niedrigwasserstand der Donau – auch im Bereich des Donaustausees vom Eisernen Tor I, wo die Fähre verkehrt (der Rückstau von Eisernen Tor reicht fast bis Belgrad) – hat die Verwaltung der Donaufähre (die in die Hände der Stadt Neumoldowa gelegt wurde, indem der Kreisrat die Fähre – laut Kreisratsvizepräsident Ioan Crina, PSD – Neumoldowa überantwortet hat) entschieden, die Tätigkeit der Fähre – und implizite das Personal, um die Hälfte zu reduzieren. 2025 gab es einen Geschäftsführer des Betriebs (mit Halbtagsstelle), zwei Kapitäne und zwei Matrosen. Diese arbeiteten halbmonatlich, reihum, in der „arbeitsfreien“ Zeit bezogen sie Arbeitslosengeld. Nun, da nur noch an den Wochenenden die Fähre in Betrieb gesetzt wird, für je zwei Überquerungen der Donau, sind ein Kapitän und ein Matrose entlassen worden, die Verbliebenen teilen ihre Zeit weiterhin zwischen Arbeit und Arbeitslosigkeit.
Die Frage der regelmäßigen Ausbaggerung des Landebeckens vor dem Ponton von Usije bleibt ungeklärt, obwohl es bereits mehrere Treffen zwischen den rumänischen und den serbischen Behörden zum Thema gegeben hat. Serbischerseits ist die Antwort unverändert: „Kein Geld dafür vorhanden!“ Rumänischerseits, auch wenn das Geld dafür vorhaben wäre (ist es aber nicht!), kann nichts übernommen werden, da das Problem auf fremden Staatsgebiet liegt. Andrerseits: Fährt sich nämlich die Fähre irgendwie im Schlick fest, kann sie von dort nur mittels eines Schleppers herausbugsiert werden, erläutern die Verantwortlichen. Und das wird teuer. Also meidet man möglichst das serbische Ufer. Deswegen die Verringerung der Überfahrten auf die Hälfte und auch, infolgedessen, die Reduzierung des Bedienungspersonals der Fähre auf die Hälfte.
Beide Seiten, sowohl die Behörden aus Neumoldowa als auch jene aus dem serbischen Golubac, hoffen nun auf eine finanzielle Unterstützung seitens der EU … auf ein grenzüberschreitendes Projekt …




